Fehlender Brandschutz : Ausschuss soll Geld für Schulen freigeben

Dr. Bruno Dannmeier (FDP) fordert im Brandschutzausschuss Aufklärung über die bestehenden Mängel.
Dr. Bruno Dannmeier (FDP) fordert im Brandschutzausschuss Aufklärung über die bestehenden Mängel.

Bei neun Schulen in der Stadt fehlt ein zweiter Rettungsweg. Schul-, Kultur- und Sportausschuss soll 900.000 Euro freigeben.

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02. Juli 2015, 18:26 Uhr

Zahlreiche Schulen in der Stadt entsprechen nicht den aktuellen Brandschutzbestimmungen. Das haben Brandverhütungsschauen der Berufsfeuerwehr ergeben. Betroffen sind nach Angaben der Stadt mindestens neun Einrichtungen, nämlich die Grundschulen an der Schwale, Gartenstadt, Gadeland und Wittorf, die Mühlenhofschule, die Pestalozzischule, die Helene-Lange-Schule, die Timm-Kröger-Schule und die Rudolf-Tonner Schule. In den Gebäuden wird das sogenannte Schutzziel bei der Rettung von Kindern nicht eingehalten, da ein zweiter Rettungsweg fehlt, meist in die oberen Etagen. Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss soll auf seiner Sitzung morgen nun Mittel zur Beseitigung erster Mängel freigeben.

„Wir unterscheiden zwischen konkreten und abstrakten Gefahren. Bei konkreten Gefahren hätten wir sofort handeln müssen. Wir stufen die Mängel aber als abstrakt ein“, sagt Claus-Peter Hillebrand, Abteilungsleiter der Zentralen Gebäudewirtschaft. Denn: Die Gebäude entsprechen dem Standard der Zeit, in der sie gebaut wurden. Doch viele Vorgaben und Brandschutz-Verordnungen wurden im Laufe der Jahre verschärft. Darum will die Stadt die Mankos möglichst schnell beseitigen. 400  000 Euro in diesem und 500  000 Euro im kommenden Jahr soll die Kommunalpolitik dafür freigeben.

Jedes Gebäude werde mit einem Sachverständigen für den Brandschutz begutachtet, um die nötigen Maßnahmen festzustellen, so Hillebrand. Da noch nicht alle Schulen abschließend untersucht wurden (Brandschutzschauen gibt es alle fünf Jahre), geht die Bauverwaltung davon aus, dass auch in der mittelfristigen Finanzplanung von 2017 bis 2019 Geld bereitgestellt werden muss.

Das Thema beschäftigt am 21. Juli auch den Brandschutzausschuss. Auf Antrag des Bürgerschaftsmitglieds Dr. Bruno Dannmeier (FDP) berichtet dann der Chef der Berufsfeuerwehr, Sven Kasulke, ausführlich über den Sachstand. Dessen Fazit vorab: „Trotz der Mängel stehen die Schulen in Neumünster im Landesdurchschnitt gut da.“

Weitere Tagesordnungspunkte bei der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses morgen in der Aula der Wilhelm-Tanck-Schule an der Färberstraße 25 sind die Zukunft des Freibades und des Schul- und Vereinsschwimmens im Bad am Stadtwald, der Ausbau der Schulsozialarbeit, der Bildungsbericht 2015, die Sportentwicklungsplanung sowie der Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule in Einfeld. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr.

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