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Bauausschuss : Ausbau der Straße Am Hünengrab zurückgestellt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vor dem Straßenneubau soll die Stadt die Kosten samt Verteilung klären

von
erstellt am 06.Sep.2014 | 11:00 Uhr

Neumünster | Gute Nachricht für die Anlieger der Straße Am Hünengrab in Gadeland: Der umstrittene Ausbau ihrer Straße ist vorerst zurückgestellt. Der Bauausschuss stoppte die laufenden Planungen der Bauverwaltung – unter dem Applaus betroffener Anlieger.

Bevor in der maroden Wohnstraße der erste Bagger anrollt, soll die Stadtverwaltung der Politik drei verschiedene Alternativen zum Ausbau vorlegen und dabei auch die Kosten benennen. Gleichzeitig soll rechtlich überprüft werden, ob und in welchem Umfang beim Ausbau eine Beitragspflicht der Anlieger anfällt, auch wenn die Stadt zuvor ihre Unterhaltungspflicht verletzt haben sollte.

Genau das ist zwischen Anliegern und Bauverwaltung strittig und hatte in den vergangenen Wochen für mächtig Aufruhr im Stadtteil gesorgt. Mitte Juni hatte die Bauverwaltung die Anlieger mit der Ankündigung überrascht, ihre Straße „im Zuge der anstehenden Kanalarbeiten“ grundlegend neu aufzubauen. Aus Sicht der Bauverwaltung ist die 60 Jahre alte Straße nicht mehr zu reparieren, der Unterbau entspreche nicht der Norm (der Courier berichtete).

Weil der Neubau erhebliche Anliegerkosten bedeuten würde, wollten die Gadelander das nicht einfach schlucken. Sie haben erhebliche Zweifel, ob die Straße tatsächlich in Gänze neu aufgebaut werden muss. Würde die Stadt nur reparieren, wären die Anlieger aus dem Schneider.

Die Straßenschäden – tiefe Schlaglöcher oder herausragende Gullischächte – sind indes nicht zu übersehen. Die Anlieger machen dafür allerdings die Stadt verantwortlich. Sie habe in der Vergangenheit notwendige Reparaturen versäumt oder schlampig arbeitende Firmen nicht zur Rechenschaft gezogen.

Im Bauausschuss wollte man den Protest der Anlieger nicht ungeprüft zurückweisen. „Wenn der Neubau aufgrund mangelnder Unterhaltung notwendig wird, sind die Kosten nicht umlegbar“, verwies Franka Dannheiser (SPD) auf ein einschlägiges Gerichtsurteil.

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