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Erste Bauarbeiten : Ausbau der Autobahn: Es geht los!

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bautrupps setzten gestern Nacht erste Warnbaken ab / Projektgesellschaft verspricht extrabreite Fahrspuren in den Baustellenabschnitten

Neumünster | Auf der Autobahn vor Neumünster hat in der Nacht zu gestern der sechsspurige Ausbau der Ferntrasse in Schleswig-Holstein begonnen. Am späten Dienstagabend rückten auf dem Abschnitt zwischen Neumünster Mitte und Bordesholm Trupps einer Verkehrssicherungsfirma an, um bei laufendem Verkehr die ersten Warnbaken aufzubauen.

Die Autobahn Richtung Norden muss in diesem Abschnitt zunächst provisorisch verbreitert werden, um in der Baustellenzeit alle vier Fahrspuren auf eine Autobahnseite verlegen zu können. Der eigentliche Ausbau der Autobahn soll im Februar 2015 beginnen.

Unter dem Flutlicht starker Scheinwerfer und blinkendem Warnlicht installierten die Trupps unter anderem eine Stauwarnanlage, die den Verkehr während der Bauzeit besser regulieren und Gefahrsituationen vermeiden helfen soll. Gleichzeitig richteten die Bautrupps eine Zufahrt zu den künftigen Baustellen ein. Bis Anfang Februar sollen die Fahrstreifen Richtung Norden um bis zu eineinhalb Meter verbreitert werden. Danach soll der komplette Verkehr verschwenkt werden. Das heißt: Der gesamte Verkehr muss vierspurig zwischen Neumünster Nord und dem Bordesholmer Dreieck auf der Osttrasse (Fahrtrichtung Nord) geführt werden. „Dann wird gleichzeitig die Strecke Richtung Süden komplett gesperrt und erst dann können wir mit den Bauarbeiten auf dieser Fahrbahn beginnen“, erklärte Thomas Laib-Wegener, Bauleiter des A7-Ausbaus.

Die gute Nachricht für Autofahrer: Die Spuren in allen Baustellenbereichen zwischen Hamburg und Bordesholm sollen jeweils 35 Zentimeter breiter als üblich ausfallen.

Die Straßenbauer ziehen damit eine Konsequenz aus den Erfahrungen, die sie beim Ausbau der A1 zwischen Bremen und Hamburg gemacht haben. Während der vierjährigen Bauzeit war es dort zu mehr als 4000 Unfällen gekommen, darunter 16 Unfälle mit tödlichem Ausgang. Als Unfallursache hatten Experten in vielen Fällen die schmalen Fahrspuren im Baustellenbereich ausgemacht.

Die A 7 ist die längste Autobahn in Deutschland und eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen zwischen Skandinavien und Zentraleuropa. Sie soll bis Ende 2018 auf sechs Fahrspuren erweitert werden.

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erstellt am 06.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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