Friedrich-Ebert-Krankenhaus : Aus Rumänien zur Geburt nach Neumünster

Für de Geburt extra nach Neumünster gezogen: Stolz präsentieren Simona Loredana Schulteis-Bledea (36) und ihr Mann Ciprian Constantin Schulteis-Bledea (36) ihren Erstgeborenen Karl Constantin.
1 von 2
Für de Geburt extra nach Neumünster gezogen: Stolz präsentieren Simona Loredana Schulteis-Bledea (36) und ihr Mann Ciprian Constantin Schulteis-Bledea (36) ihren Erstgeborenen Karl Constantin.

Ehepaar aus Bukarest wollte ihren Sohn im FEK zur Welt bringen. Die Klinik verzeichnet seit drei Jahren wieder mehr Geburten.

shz.de von
05. Januar 2015, 05:15 Uhr

Neumünster | Die Entbindungsstation des Friedrich-Ebert-Krankenhauses erfreut sich wachsender Beliebtheit. Das beweisen nicht nur die Zahlen, das zeigt auch eindrucksvoll der Entschluss von Simona Loredana Schulteis-Bledea und ihrem Mann Ciprian Constantin Schulteis-Bledea, ihr Kind im FEK zur Welt zu bringen. Anfang Dezember zog das Ehepaar von Rumänien nach Neumünster, um ihrem Kind bestmögliche Startchancen zu bieten. Putzmunter erblickte Karl Constantin am 1. Januar um 12.54 Uhr das Licht der Welt und war damit bereits das dritte Kind in der diesjährigen Geburtenstatistik des Krankenhauses. Das lässt auf einen neuen Rekord hoffen.

Bereits seit drei Jahren steigen die Zahlen stetig. 2012 wurden 871 Kinder im FEK geboren, ein Jahr später waren es bereits 895 und 2014 konnte die Entbindungsstation 914 Geburten verbuchen. „Die Steigerung liegt bestimmt auch an der tollen Atmosphäre hier auf der Station“, ist sich Haka Lyta sicher. Die Krankenschwester aus der Gynäkologie schaut immer wieder gern bei ihren Kolleginnen von der Entbindungsstation vorbei, um sich mit ihnen auszutauschen. Die familiäre Atmosphäre und vor allem das Know-how hatten auch das Ehepaar Schulteis-Bledea überzeugt, ihr Kind im FEK zu bekommen. „Kontakte nach Deutschland haben wir schon lange“, erzählte Ciprian Constantin Schulteis-Bledea.

Der selbstständige Unternehmer absolvierte seine Schulzeit in rumänischen Temeschwar auf deutschen Schulen und hat in Koblenz Betriebswirtschaft studiert, sein Großonkel lebt in München. Im Rahmen seiner Vertretertätigkeit für ein US-amerikanisches Unternehmen lernte er den Mann der Neumünsteraner Tanzlehrerin Birgit Prasse kennen. Seit zehn Jahren sind Geir Sundheim, Birgit Prasse und die Schulteis-Bledeas befreundet. „Birgit hat uns auf die Kompetenzen des FEK und die Vorzüge von Neumünster als liebenswerte Stadt aufmerksam gemacht“, berichtete Simona Loredana.

„Im September vergangenen Jahres haben wir uns die Entbindungsstation am ,Tag der offenen Tür‘ angeschaut und waren sofort überzeugt“, sagt die studierte Werbefachfrau. „Dass man heute den Ort seines Krankenhausaufenthaltes innerhalb Europas frei wählen kann, ist ein großer Vorteil der EU-Abkommen“, freute sich ihr Ehemann: „Menschen aus Deutschland kommen nach Rumänien, um sich ihre Zähne richten zu lassen, Rumänen, wie wir, haben die Möglichkeit unser Kind in Deutschland zur Welt zu bringen. Das ist großartig!“

Bis gestern hat die Kleinfamilie Schulteis-Bledea die Möglichkeit des „Rooming-in“ genossen, mit dem das FEK jungen Eltern die Möglichkeit bietet, auch nachts bei ihrem Neugeborenen zu sein, heute sind sie in ihre Neumünsteraner Wohnung zurückgekehrt. Und wer weiß, vielleicht sind die beiden selbstständigen Unternehmer im nächsten Jahr wieder zu Gast auf der Entbindungsstation. „Ein oder zwei Geschwister wünschen wir uns schon noch für Karl Constantin“, verriet Simona Loredana Schulteis-Bledea.




zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen