Aus purer Freude am Gesang

Generationsübergreifender Gesang: Christian van Es, Sänger im „Maasstedelijk Komerkoor“ (hinten rechts), und Mitglieder vom „Maasstedelijk Meisjeskor“ beziehungsweise „Jongenskoor“ stimmten das Publikum mit „Non nobis Domine“ von Roger Quilter auf einen großartigen Konzertabend ein.
Generationsübergreifender Gesang: Christian van Es, Sänger im „Maasstedelijk Komerkoor“ (hinten rechts), und Mitglieder vom „Maasstedelijk Meisjeskor“ beziehungsweise „Jongenskoor“ stimmten das Publikum mit „Non nobis Domine“ von Roger Quilter auf einen großartigen Konzertabend ein.

Junge Sänger der Rotterdamer „Maasstedelijke Koren“ beeindruckten mit einem Gastkonzert in der Einfelder Christuskirche

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22. Oktober 2015, 12:57 Uhr

Singen macht Spaß, im Chor gleich doppelt. Und Singen verbindet – sogar über Grenzen hinweg: Im Rahmen ihrer einwöchigen Konzertreise waren 23 große und kleine Sänger der Rotterdamer „Maasstedelijke Koren“ am Mittwochabend zu Gast in der Einfelder Christuskirche. Klassische Werke von Brahms und Telemann, aber auch moderne Popmusik wie „Happy“ oder „Let it go“ standen auf dem einstündigen Programm.

Nicht nur die Programmvielfalt war beeindruckend. Den jungen Sängern zwischen 8 und 18 Jahren gelang es mühe- und notenlos, mit glockenheller Stimme die hohen Lagen zu erreichen. Selbst die schwierige zweite Stimme von Telemanns „Heilig ist Gott der Herr“ sangen sie auswendig.

Und die Chorsänger bewiesen Mut. Mit nur fünf Sängern, der Dirigentin Anneke van Es und dem Pianisten Thomas Hoogenboezem wagten sie sich an das „Ständchen“ von Schubert und ernteten von den 50 Besuchern in der Christuskirche dafür tosenden Applaus.

Zwei Chorproben pro Woche, eine allein der Stimmbildung gewidmet, tragen reiche Früchte. Eindrucksvoll bewiesen die jungen Sänger am Mittwochabend, welche große Freude auch anspruchsvolle Chormusik bei Interpreten und Publikum verbreiten kann. Die Idee der Chorgründer war aufgegangen.

„Vor 24 Jahren haben wir uns vorgenommen, die musikalische Entwicklung unserer Kinder zu fördern“, sagte Diana van Es. Nicht jeder für sich, sondern gemeinsam. 1991 gründete die Niederländerin deshalb mit drei Gleichgesinnten den „Maasstedelijk Jongenkoor“ für Jungen. Drei Jahre später kam der Mädchenchor „Maasstedelijk Meisjeskoor“ hinzu, und im Jahr 1998 folgte der „Maasstedelijk Kamerkoor“. Hier versammeln sich diejenigen Sänger, die mit 21 Jahren die Kinderchöre verlassen müssen.

„Das Interesse ist groß“, freute sich Diana van Es. „Viele Kinder haben während der intensiven Chorarbeit ihre Liebe zum Singen entdeckt und machen auch als Erwachsene weiter“, so die Vorsitzende der Chorvereinigung. Inzwischen sind die „Maasstedelijke Koren“ auf 55 aktive Sänger herangewachsen. Ein Mal im Jahr veranstalten sie ein großes Konzert.

Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr werden sie „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms singen.

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