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Holsteinischer Courier

22. November 2017 | 13:59 Uhr

Aukrug : Aukrug reagiert auf Förderbedarf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Aukrugschule soll Geld für zusätzliche Sozialarbeit bekommen.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Aukrug | Weil immer mehr lern- oder verhaltensauffällige Kinder eingeschult werden, drängen die Pädagogen der Aukrugschule darauf, die entsprechenden Mädchen und Jungen einzeln oder in Kleingruppen aus den Klassen zu nehmen und gezielt mit ihnen zu arbeiten. „Im neuen Schuljahr schulen wir etwa 45 Kinder ein. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Kindergarten sind uns jetzt bereits viele Kinder bekannt, die eine ganz besondere Unterstützung benötigen. Auch in unserer jetzigen ersten Klasse, die inzwischen 25 Schüler umfasst, sind viele auffällige Kinder. Weiterhin sind uns eine Reihe von Kindern bekannt, die aus Elternhäusern mit erheblichem erzieherischen Unterstützungsbedarf kommen“, berichtete die Schulleiterin Undine Mecklenburg auf der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Soziales am Donnerstagabend.

Die Politiker unter Vorsitz von Norbert Johannsen wollen auf diese Probleme reagieren. Deshalb stimmten sie einvernehmlich dem Beschlussvorschlag zu, eine der Aukrugschule bereits vom Land für die zusätzliche Sozialarbeit in Aussicht gestellte Förderung von einmalig 5000 Euro zu beantragen. Außerdem wurde Bürgermeister Nils Kuhnke ermächtigt, damit verbundene neue Arbeitsverträge bis zur Höhe des Förderbetrages abzuschließen.

Der Gemeindevertretung wurde auch empfohlen, den Finanzierungsvertrag mit der Kirchengemeinde ab dem 1. August zu kündigen, weil alle Kinder in der Kindertagesstätte einen Platz sicher haben. Damit wird eine komplette Gruppe mit fünf Kindern unter drei Jahren und zehn Älteren wieder in den kommunalen Kita-Betrieb eingegliedert. Da im Hortbereich mehr Personal für eine neue zweite Gruppe benötigt wird, übernimmt die Gemeinde auch die Beschäftigten der Kirchengemeinde.

Veränderungen wird es auch im Waldkindergarten geben. Seit der Einrichtung am 1. August 2000 haben sich die Anforderungen nach Aussage der Kita-Leiterin Heike Staben-Söth grundlegend geändert. Statt 20 Gruppenkinder, die von einer Erzieherin und einer Zweitkraft betreut wurden, dürfen heute nur noch bis 18 Mädchen und Jungen in einer Gruppe von zwei Erzieherinnen sowie einer zusätzlichen Kraft betreut werden. Die Beschlussempfehlung an den Gemeinderat lautet deshalb: Mit Beginn des neuen Kita-Jahres am 1. August sind zwei Erzieherinnen als feste Betreuerinnen plus einer zusätzlichen Kraft für 18 Waldkinder zuständig, die möglichst eine abgeschlossene Sauberkeitserziehung vorweisen sollen.

Dringend gesucht sind ehrenamtliche Bus-Paten, die sich um die Beförderung der Waldkinder kümmern. Die Veränderungen werden eine Kostenerhöhung für die Waldgruppe nach sich ziehen. Das wird jedoch wegen der geltenden Beschlusslage, für dieses Jahr nicht an der Gebührenschraube drehen zu wollen, erst nächstes Jahr der Fall sein.

Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder auch für die Einrichtung eines Jugendbeirates aus. Laut Bürgermeister Kuhnke soll ein beratendes Gremium mit neun Mitgliedern im Alter von 14 bis 17 Jahren gegründet werden, das sich wie alle anderen Fachausschüsse auch mit Empfehlungen an die Entscheidungsträger im Gemeinderat wenden kann.

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