Aukrug : Aukrug fehlt Geld in der Kasse

Vermögensausgliederung: Aufgrund des neuen Tagespflegeangebots muss der Krankenpflegeverein (KPV) Aukrug neu organisiert werden.
Vermögensausgliederung: Aufgrund des neuen Tagespflegeangebots muss der Krankenpflegeverein (KPV) Aukrug neu organisiert werden.

Es gibt ein Steuerminus von 26.500 Euro. Der Krankenpflegeverein möchte Tagespflege anbieten und muss sich rechtlich umstrukturieren.

shz.de von
19. Juli 2015, 08:00 Uhr

Aukrug | Mit einer „nicht sehr erfreulichen Mitteilung“ begann Bürgermeister Nils Kuhnke seinen Bericht bei der Gemeindevertretersitzung in Aukrug. Aktuellen Schätzungen zufolge wird der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer für das laufende Haushaltsjahr um 44  300 Euro niedriger ausfallen als geplant. Da es gleichzeitig aber bei der Umsatzsteuer ein Plus von 17  800 Euro zu verzeichnen gibt, beträgt das Steuerminus tatsächlich nur 26  500 Euro.

Kuhnke gab weiterhin bekannt, dass in Aukrug eine neue „Zone 30“ eingerichtet werden soll – und zwar am Freibad in der Straße „Am Sportplatz“ zwischen Parkplatzeinfahrt und dem Fitness-Studio. Der Gemeinderat gab außerdem seine Zustimmung zur Neuorganisation des Krankenpflegevereins (KPV) Aukrug. Der KPV will sein Angebot um eine Tagespflege erweitern, muss dafür aus rechtlichen Gründen jedoch sein wesentliches Vermögen auf eine neu zu gründende gemeinnützige GmbH ausgliedern. Die Gemeinde Aukrug ist ordentliches Mitglied des KPV. Die Kommunalpolitiker billigten die geplante Vermögensausgliederung und forderten gleichzeitig mindestens einen Sitz für die Gemeinde Aukrug im Aufsichtsrat der neuen GmbH.

Es gab außerdem zwei einstimmige Beschlüsse zur Aukrugschule. Die Gemeinde erklärt sich zum einen bereit, die Anstellungsträgerschaft für die neue schulische Assistenz zu übernehmen. Außerdem wurde beschlossen, aufgrund von neuen Fördermitteln aus dem Finanzausgleich wieder Schulsozialarbeit an der Aukrugschule zu installieren.

Der Umweltpreis der Gemeinde Aukrug, der am 11. Juli an den kommunalen Kindergarten verliehen wurde (der Courier berichtete), soll in Zukunft ein Umwelt- oder Bürgerpreis sein. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurden die Vergabebestimmungen jetzt dahingehend geändert, dass ab sofort mit dem gemeindlichen Preis zweierlei Verdienste gewürdigt werden können: Wie bisher kann der Einsatz für den Naturschutz ausgezeichnet werden. Außerdem kann neuerdings auch besonderes ehrenamtliches Engagement im sozialen oder kulturellen Bereich zum Tragen kommen.

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