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Fußball-Kreisliga : Aukrug blamiert sich gegen VfR II

vom

Rasensport-Reserve gewinnt zu neunt. Gut Heil spielt nach Babiaks Bärendienst unnötigerweise mit nur zehn Mann weiter.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 06:10 Uhr

Neumünster | Im Tabellenkeller der Fußball-Kreisliga wird es immer spannender. Durch einen 3:1-Erfolg gegen Gadeland II, dem dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen, hat Schlusslicht Türkspor weiter aufgeschlossen und darf sich nun berechtigte Hoffnungen auf einen Last-Minute-Klassenerhalt machen. Der Vorletzte Gut Heil fuhr gegen den souveränen Spitzenreiter Olympia einen unerwarteten Punkt ein (2:2). Weil dessen Verfolger Padenstedt mit 6:2 gegen Tungendorf gewann, muss der Meister in spe weiter auf die Feierlichkeiten warten. Aktuell fehlen noch zwei Zähler. Derweil geht beim Ruthenberger SV (0:1 gegen Torpedo), beim SV Husberg (0:0 in Wasbek) und beim TSV Aukrug (0:1 gegen den VfR II) weiter das Abstiegsgespenst um.

TSV Aukrug - VfR II 0:1 (0:1)TSV Aukrug: Brüggen - Ralfs (46. Müller), Schlichting, Michalke (46. Braun), Stolley, Bringmann, F. Witt, Tietz, Baltruschat (62. S. Althaus), Rickert, Reinke-Allais.

VfR II: Özdemir - Wöbcke, Soldat, Ay, Hansen, Kilic, Burhan Gülbay, Lemke, Amoako, Berger.

SR: Kurnaz (Torpedo). - Tor: 0:1 Burhan Gülbay (8.).

Obwohl Trainer Matthias Hansen und die Ligaleihgaben Burhan Gülbay und Hüsnü Özdemir mitwirkten, kam der VfR II zu Spielbeginn nur auf neun und mit Eintreffen des verspäteten Patrick Soldat (18.) auf zehn Akteure. Einem "Auswärtsdreier" sollte dieses Handicap allerdings nicht im Wege stehen. Nach schöner Kombination mit Hansen markierte Burhan Gülbay das 0:1 für die zunächst neun "Veilchen" (8.), die der Unterzahl entsprechend den Fokus auf die Defensive legten. Nachdem sich Hansen kurz vor der Pause eine Zerrung zugezogen hatte, agierte die VfR-Reserve praktisch auch im zweiten Durchgang zu neunt, entführte die drei Zähler aber dennoch.

SV Wasbek - SV Böne.-Husberg 0:0SV Wasbek: Behmerburg - Philipp, Blunk (46. Dahmke), Hartmann, Rüdiger, Döring, Martin Slotosz (58. Marcus Slotosz), Schümann, Krawtzow, Jace, Schmuck.

SV Husberg: Schmidt - Jeske, Siedler (70. Herbers), Gerken, Fürst (78. Bohnhoff), Dittmer, Kröger, Golland, Lehnecke, Hasanovic (46. Dena), Luth.

SR: Paetau (Bokhorst). - Zuschauer: 50. - Tore: Fehlanzeige.

Laut Wasbeks Manager Markus Meyer hätte der abstiegsbedrohte und sehr bemühte Gast den Siegtreffer in einem unterdurchschnittlichen Spiel durchaus verdient gehabt. Es mangelte jedoch an der Qualität, diesen auch zu erzielen. Dennis Fürst scheiterte bei den besten Gästemöglichkeiten an SVW-Keeper Stefan Behmerburg (24./65.). Auf der Gegenseite traf Rigers Jace nur die Latte (79.).

Ruthenberg - FC Torpedo 0:1 (0:1)Ruthenberger SV: Denis (75. Clement) - Pfeifer (75. J. Koch), Schilling, Beisel, Neinstell (67. Wilm), Schramm, Maier, Brunst, Rall, Sienknecht, Heine.

FC Torpedo 76: Rasch - Fund, Juckel, Eggers (75. Willers), F. Knoche, Grümmer, Berisha (67. Matthis), Gülbay, Borgert, Gläske (90. Harder), Korkmaz.

SR: Tural (Einfeld). - Zuschauer: 55. - Tor: 0:1 Gülbay (44.).

Die dritte 0:1-Pleite innerhalb von einer Woche (!) lässt Ruthenberg in immer bedrohlichere Gefilde geraten. Durch das Tor des Tages von Torpedos Enes Gülbay kurz vor dem Wechsel, welches durch ein Missverständnis der Ruthenberger Konstantin Neinstell und Waldemar Denis begünstigt wurde (44.), und die dadurch besiegelte siebte Niederlage in den vergangenen acht Partien trennen den RSV lediglich noch vier Zähler vom letzten Tabellenplatz. Ruthenbergs Vorsitzender und Obmann in Personalunion, Helmut Röhrs, wollte es nicht wahrhaben: "Zum dritten Mal waren wir genauso gut oder besser - und trotzdem verlieren wir zum dritten Mal durch ein ärgerliches Tor. Ich kann unserer Mannschaft erneut keinen Vorwurf machen."

SV Boostedt - TS Einfeld II 4:2 (1:1)SV Boostedt: Schröder - Apler, Kairies (64. Kersten), Krämer, Lienhöft, Eckhardt, Schramm, Wehde (81. Lehmann), Kröger, Kluge, Fanasch.

TS Einfeld II: S. Neelsen - Raschdorf, Harder, D. Tegge, J. Hamann, Hnida, Peters (54. M. Hamann), Tomaschewski, Hoeck, L. Neelsen, Huss.

SR: Gries (Aukrug). - Zuschauer: 50. - Tore: 0:1 Hoeck (43.), 1:1 Schramm (45.), 2:1 Lienhöft (48.), 2:2 M. Hamann (70.), 3:2 Schramm (79.), 4:2 Krämer (89.).

Nach sehr überlegen geführten ersten 45 Minuten reichte es für die Heimelf nur zu einem mageren 1:1-Halbzeitstand. "Das lag daran, dass wir einfach vergessen haben, die Tore zu machen. Dafür wurden wir prompt bestraft", gab Boostedts Defensivroutinier Lars Kröger zu Protokoll. Doch nach zuvor drei klaren Pleiten in Serie (0:13 Tore) zeigte die Waldstadion-Elf den unbedingten Siegeswillen und landete tatsächlich einen "Dreier". Kröger resümierte: "Zwischendurch haben wir uns zu sehr auf der 2:1-Führung ausgeruht. Nach dem 2:2 haben wir aber noch einmal eine tolle Moral gezeigt. Das 4:2 spiegelt die Kräfteverhältnisse wider."

Padenstedt - Tungendorf 6:2 (2:1)SG Padenstedt: Stichert - Scheider (79. Andres), Anlauf, A. Wilk, Burow, Stöckhardt (72. Breiholz), Wendt, Steggewentze, Ma. Klein, Callsen (58. C. Wilk), Hartwich.

SV Tungendorf: Hassoun - Kollecker, Beck, Loose (74. Schmahl), Karagül, A. Stölting, Möller, C. Stölting, Tan, F. Nupnau, Künstler.

SR: Haake (Krogaspe). - Zuschauer: 75. - Tore: 1:0 Stöckhardt (21.), 2:0 Stichert (40., Foulelfmeter), 2:1 Künstler (45.), 2:2 F. Nupnau (51.), 3:2 Ma. Klein (55.), 4:2 A. Wilk (59.), 5:2 C. Wilk (73.), 6:2 A. Wilk (84.). - Bes. Vork.: Hassoun (Tungendorf) pariert Handelfmeter von Stichert (50.).

"Wenn alles optimal läuft, sieht es schon in der ersten Halbzeit recht bitter für Tungendorf aus", sah Padenstedts Obmann Hans-Georg Eckert klare Vorteile bei den "Orangen", für deren Moral er noch ein Sonderlob übrig hatte: "Ich dachte nach dem Ausgleich schon, dass das Spiel gelaufen wäre. Es war beeindruckend, wie unser Team noch einmal zurückkam." Weil der SVT in der Schlussphase hinten aufmachte, bekam die SGP mehr Platz, den insbesondere die Wilk-Brüder Alexander und Christopher dazu nutzten, sich die Bälle gegenseitig aufzulegen.

SC Gut Heil - MTSV Olympia 2:2 (1:1)SC Gut Heil: Rüdiger - G. Xhemajli, Matthes, Grund (34. Tosyali), Henning, Holst (69. Rüschmann), Saliuki, Hansen, Hyseni, Beha, Babiak.

MTSV Olympia: Boll - Jablonski (57. Schneewolf), Granzow, Alioua, Ahlert, Diring, Barck, Walther, M. Reichow, Justin (46. Idrizi), Muhs.

SR: Kupka (Bokhorst). - Zuschauer: 60. - Tore: 0:1 Muhs (14.), 1:1 Holst (29.), 2:1 Hyseni (84., Foulelfmeter), 2:2 M. Reichow (85.).

Beinahe hätte der Vorletzte Gut Heil dem Ligaprimus die dritte Saisonniederlage beigebracht. Die Chancen da rauf wären sicher deutlich besser gewesen, wenn GHN-Stürmer Patryk Babiak darauf verzichtet hätte, nach einem Disput mit Kushtrim Hyseni um die Ausführung eines Foulelfmeters die Kapitänsbinde wegzuwerfen und wutentbrannt den Platz zu verlassen (84.). So kassierten seine zehn verdutzten Teamkollegen noch den Ausgleich und mussten fünf Minuten Rest- plus sieben Minuten Nachspielzeit in Unterzahl überstehen. Mit Wolfgang Eichner saß noch ein Akteur auf der Bank, doch bei Gut Heil war man der Meinung, als eingetragener Ersatztorwart hätte er nicht für Babiak eingewechselt werden dürfen - ein Irrglaube! Für einen weiteren Wermutstropfen aus Gut-Heil-Sicht sorgte die Verletzung von Innenverteidiger Daniel Grund, der sich einen Bruch des Handgelenks zuzog. Wenigstens konnte GHN-Obmann Dennis Keyser mit der Punkteteilung leben: "Das Remis ist gerecht und war vorher nicht einkalkuliert. Wir haben eine unserer besten Saisonleistungen abgeliefert."

PSV II - SV Bokhorst 1:2 (0:1)Polizei-SV Union II: Winter - Adrian, Hoffmann, P. Schenzer, Arpe, Haut (55. Reichow), Puphal, Will (6. Attard), F. Schenzer (68. Nützel), E. Mercan, Rantzsch.

SV Bokhorst: Butenschön - Quatfasel, Blöcker, Röpke (74. Stange), Schliebitz, Hamann, Reese, Möbius (55. L. Ingwersen), Arndt, F. Ingwersen, Sharma.

SR: Uzun (Ruthenberg). - Zuschauer: 30. - Tore: 0:1 Sharma (16.), 0:2 Reese (52.), 1:2 Attard (57.). - Gelb-Rote Karte: Hoffmann (PSV II/65., wdh. Foulspiel).

"Uns fehlt im Moment einfach das Quäntchen Glück, um mal wieder einen Punkt mitzunehmen", haderte PSV II-Coach Kay Valentin nach der knappen Heimpleite gegen den SV Bokhorst, der durch einen Klassefreistoß in den Winkel von Thomas Sharma etwas schmeichelhaft mit 1:0 in Führung ging (16.). Die Hausherren vergaben einige klare Chancen und hätten laut Valentin "mindestens einen Zähler verdient gehabt". Nach dem Anschlusstreffer von Anthony Attard (57.) zum 1:2 boten sich den "Ordnungshütern" dann ebenso Gelegenheiten zum Ausgleich, wie den Bokhorstern zu einer Vorentscheidung. Doch hüben wie drüben wurden bis zum Abpfiff alle sich bietenden Gelegenheiten munter versiebt.

Türkspor - TSV Gadeland II 3:1 (0:1)Neumünster Türkspor: Cakar - Yagmur (63. En. Simsek), Ö. Simsek, K. Korkmaz, G. Aktas (84. Yurtseven), Inci, Tas, Akyel, K. Aktas, Aydin, Beder (30. Keser).

TSV Gadeland II: Behrendt - Törper, Knust, Scholz, Hinrichsen, Dose, D. Koch (82. Sehm), Fanasch, Thiele (65. Lemke), Begas (59. Gräfe), Zibell.

SR: Ehlers (Boostedt). - Zuschauer: 75. - Tore: 0:1 Begas (6.), 1:1 K. Korkmaz (50.), 2:1 K. Korkmaz (74.), 3:1 Tas (88.).

Auch ein schneller 0:1-Rückstand, herbeigeführt von Gästeakteur Pascal Begas, der nach einem Eckball erfolgreich war (6.), hinderte das akut abstiegsbedrohte Türkspor nicht am wichtigen Erfolg gegen Gadeland II. "Es hat eigentlich alles geklappt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben gut angefangen und uns von dem Gegentor nicht irritieren lassen", kommentierte ein zufriedener Türkspor-Trainer Cetin Bay, der von einer druckvollen Spielweise, schönen Kombinationen und guten Chancen seiner Elf berichtete. Die zunächst fehlenden Tore sollten dann nach der Einwechslung von Fatih Keser fallen, der zwei Mal mustergültig für Kubilay Korkmaz auflegte (50./74.), ehe Yavuz Tas (88.) mit einer Einzelaktion den verdienten Sieg endgültig perfekt machte.

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