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Holsteinischer Courier

15. Dezember 2017 | 13:57 Uhr

Grossflecken : Aufpflasterung statt Ampeln?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Verwaltung hat verschiedene Methoden der Verkehrsberuhigung geprüft. Pförtnerampeln wären aufwändig und ungenau.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Autofahrer, die über den Großflecken fahren wollen, könnten schon bald durch bauliche Maßnahmen zur Tempo-Drosselung bewegt werden. Im Gespräch sind sogenannte Aufpflasterungen. Es handelt sich dabei an verschiedenen Stellen um Anhebungen der Fahrbahn um mehrere Zentimeter. Die ursprünglich geplanten Pförtnerampeln zur Regelung des Verkehrs haben dagegen offenbar kaum mehr eine Chance.

Basierend auf dem Bürgerentscheid gegen die Sperrung des Großfleckens hatte die Ratsversammlung im Juli die Verwaltung beauftragt, Mittel zur Drosselung des Verkehrs zu finden (der Courier berichtete). Ute Spieler, Fachdienstleiterin Stadtplanung und Stadtentwicklung, erklärt nun auf Courier-Nachfrage, dass mehrere Modelle dieser „sanften Vekehrssteuerung“ durchgespielt wurden. Bewerten und entscheiden müsse der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss.

Ausgeschlossen werden kann allerdings bereits die Variante der sogenannten Spielstraße, in der Autos nur Schrittgeschwindigkeit fahren und Fußgänger die Fahrbahn überall betreten dürfen. „Das ist nicht überwachbar, da es keine Messgeräte gibt, die Geschwindigkeitsüberschreitungen bei einem Tempolimit unter 20 Stundenkilometern messen können“, sagt Spieler. Auch bei Pförtnerampeln, die bei erhöhtem Verkehrsaufkommen den Zufluss von Fahrzeugen auf staugefährdete Straßenabschnitte regeln, gibt es einige Nachteile. Sie seien sehr aufwändig, technisch schwierig zu installieren und zu ungenau, erklärt die Fachdienstleiterin.

Offenbar deutlich besser geeignet sind Aufpflasterungen. Allerdings dürfen diese weder den Rettungs- und Linienbusverkehr behindern, noch Schäden bei Fahrzeugen mit geringer Bodenfreiheit hervorrufen. „Das Sicherheits- und Komfortgefühl darf nicht beeinträchtigt werden. Das wäre kontraproduktiv“, sagt Ute Spieler. Möglich sind aber nur geringe Erhöhungen und vor allem optische Bremsen, etwa durch unterschiedliche Markierungen.

Feste Blitzer soll es vorerst nicht geben. „Das schließt nicht aus, dass die Geschwindigkeit der Autofahrer trotzdem gemessen wird. Zeigen die Ergebnisse viele Überschreitungen, muss man über Konsequenzen nachdenken“, so Ute Spieler.

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