Aukrug : Auf zum Kilimandscharo

Heute noch auf dem Bildschirm, in ein paar Tagen sind sie bereits live am Berg: Joachim Hinz (links) aus Aukrug und  Jan Kleinschmidt aus Wasbek stehen vor einem Standbild des Kilimandscharo.
Heute noch auf dem Bildschirm, in ein paar Tagen sind sie bereits live am Berg: Joachim Hinz (links) aus Aukrug und Jan Kleinschmidt aus Wasbek stehen vor einem Standbild des Kilimandscharo.

Der Aukruger Joachim Hinz und der Wasbeker Jan Kleinschmidt wollen den höchsten Berg Afrikas besteigen.

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12. Juli 2014, 17:00 Uhr

Aukrug | Erklärtes Ziel: Der Gipfel. Am Sonntag machen sich der Aukruger Naturfilmer Joachim Hinz und acht befreundete Mitstreiter aus Schleswig-Holstein auf den Weg zum Kilimandscharo. Ob sie ihr Ziel erreichen werden, wird der 23. Juli zeigen. Dann nämlich wollen die neun Holsteiner die Landschaft rund um den höchsten Berg Afrikas von oben bewundern. Jan Kleinschmidt ist schon ganz aufgeregt. Der Wasbeker ist einer von Hinzes Begleitern.

„Als Joachim vor anderthalb Jahren vorschlug, den Kilimandscharo gemeinsam zu besteigen, hat mich die Idee sofort begeistert“, erinnert sich Kleinschmidt. „Bei der näheren Beschäftigung mit dem Thema wurde mir klar, dass der Aufstieg zum Gipfel kein Pappenstiel werden würde“, so der Wasbeker weiter. Mit dieser Einschätzung liegt er wohl richtig. Denn der Kilimandscharo fordert seinen Besteigern große körperliche Fitness ab, – zumal, wenn es über den „Nothern-Circuit“ geht, die Route, für die sich acht Bergsteiger um Joachim Hinz entschieden haben.

Der Aufstieg beginnt auf 2000 Metern Höhe, vorbei an Büffeln und Elefanten durch den üppigen Bergregenwald von Tansania. Am nächsten Tag geht es weiter bis zum Shira Plateau auf 3550 Meter. Riesige Erikagewächse bestimmen hier die Moorlandschaft. Bis zum Tag vier heißt es weitere 1000 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Am Lava Tower, einer wüstenartigen Hochebene, ist die karge Landschaft mit Lavabrocken übersät. Nun beginnt der „Northern Circuit Trial“. Hier eröffnet sich den Holsteinern erstmals ein Ausblick auf die riesige Weite der kenianischen Ebene. Bei stetigem Anstieg wird die Vegetation nun spärlicher. Ab 4700 Meter gleicht der Kilimandscharo einer Mondlandschaft und noch einmal 1000 Meter höher erreicht die Gruppe den ersten Gletscher.

„Die Luft ist nun so dünn, dass langsames Gehen sehr wichtig ist“, weiß Joachim Hinz aus früheren Erfahrungen auf Afrikas höchstem Berg. „Die Belastungen für den Körper sind enorm. Wer nicht gut vorbereitet ist, kann jederzeit höhenkrank werden. Falls es einem aus unserer Gruppe passiert, muss er auf jeden Fall absteigen. So haben wir es vereinbart“, erklärt Hinz die Regeln. „Pole, Pole“, was auf Kisuaheli soviel wie „langsam, langsam“ heißt, wird also die Devise für den letzten Streckenabschnitt lauten. Knapp 200 Meter Höhenunterschied gilt es jetzt noch bis zum 5895 Meter hohen schneebedeckten Gipfel des „Haus Gottes“, wie die Massai den höchsten Berg Afrikas nennen, zu überwinden.

Diese letzte Etappe will Joachim Hinz auf jeden Fall so früh morgens starten, dass er den Sonnenaufgang auf dem Gipfel erleben kann. Denn neben dem ergreifenden Gefühl, in absoluter Stille über den Wolken zu stehen, geht es dem Naturfilmer auch um gute Bilder.

Seine Kameraausrüstung ist natürlich, wie bereits bei den vergangenen beiden Trecking-Touren zum Gipfel des Kilimandscharo, wieder im Gepäck. Aus den Aufnahmen will der Aukuger einen Film zusammenschneiden, im November soll er fertig sein.





 

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