Auf fliegenden Pfoten durch den Wald

Der Beifall von den Kindern am Rand des Zieleinlaufs und der erste Platz in der Kategorie B1 mit fünf bis sechs  Hunden vor dem Rollwagen waren der Lohn für Günter Ammon, der mit fast einer Minute Vorsprung vor seinen beiden Konkurrenten durch das Ziel fuhr.  Foto: seiler
Der Beifall von den Kindern am Rand des Zieleinlaufs und der erste Platz in der Kategorie B1 mit fünf bis sechs Hunden vor dem Rollwagen waren der Lohn für Günter Ammon, der mit fast einer Minute Vorsprung vor seinen beiden Konkurrenten durch das Ziel fuhr. Foto: seiler

Das 13. Schlittenhunderennen im Erlebniswald Trappenkamp begeisterte Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen

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01. November 2011, 07:38 Uhr

Trappenkamp | Auch ohne Schnee ist das Schlittenhunderennen im Trappenkamper Erlebniswald etwas, auf das sich die Musher, wie die Gespannfahrer genannt werden, schon lange vor der Veranstaltung freuen. Dieses Wochenende war es wieder so weit. Jedes Jahr am letzten Oktoberwochenende verbreiten die nordischen Hunde wie die Huskys und auch einige der etwas schwereren Malamute-Hunde einen Hauch von Alaska unter dem bunten Blätterdach des Erlebniswaldes.

"Schnee im Oktober, das wäre schon einmal eine tolle Sache", meinte Udo Finke vom veranstaltenden Schlittenhundesportverein Nord (SSVN. Immerhin ist das Schlittenhundewochenende in Trappenkamp inzwischen eine feste Einrichtung für die Musher und eine willkommene Gelegenheit, in toller Atmosphäre in die Saison zu starten. Auch ohne Schnee und auf Schlitten mit Rädern sei es eine tolle Veranstaltung. "Wir werden hier vom Landesforst und von den Zuschauern herzlich willkommen geheißen und fühlen uns im Erlebniswald inzwischen als fester Veranstaltungsbestandteil", meinten die Fahrer. Spannende Rennen mit ein, zwei oder bis zu acht Hunden vor dem Rollwagen gehörten Sonnabend und Sonntag ebenso dazu wie gemütliche Runden im großen Fahrerlager. Hier hatten sich an die 75 Gespannfahrer mit ihren Familien und rund 300 Hunden versammelt. Selbst an die Kinder war mit einem eigenen Rennen gedacht.

"Schlittenhunde, das ist etwas für die ganze Familie, ohne die es auch nicht gehen würde", meinte Udo Finke. Die nordischen Hunde fühlen sich erst im Rudel so richtig wohl und das bedeute auch eine Menge Arbeit, meinte der erfahrene Hundefreund. 12 oder 14 Huskys oder gar große Alaskan Malamute auf dem Hof, um ein volles Achtergespann mit Wechsel- oder Nachwuchshunden oder zwei kleinere Gespanne vorhalten zu können, das ist schon fast ein Vollzeitjob, der ohne die Hilfe der Familie kaum zu bewältigen ist.

"Faszinierend sind die nordischen Hunde allemal", meinte auch Dirk Jessel aus Bokhorn, der sich die spannenden Rennen ansah und so ganz nebenbei ein Urgestein von Alaskan Malamute an der Leine dabei hatte. "Nein, ein Gespann fahre er nicht, dafür sei es eine besondere Freude, seinen Hund namens Wolf, der immerhin etwa 52 Kilo auf die Waage bringt, vor einem indianischen Schleppgestell arbeiten zu sehen." Deutlich größer und schwerer als die schnelleren Huskys sind die Alaskan Malamute, die Lokomotiven des Nordens und Meister im Befördern großer Lasten.In den Rennen beim 13. Schlittenhunderennen im Erlebniswald Trappenkamp siegten in den Disziplinen: X-Velo-Skandinavier, ein bis zwei Hunde (ohne Papiere) vor dem Fahrrad: Birgit Kähne; XII-Gespann, fünf bis sechs Hunde (ohne Papiere) vor dem Rollwagen: Britta Chlovba; I-Gespann, zwei bis vier Hunde (ohne Papiere) vor dem Rollwagen: Anja Regul; D 1, zwei Hunde vor dem Rollwagen: Katrina Pichelmeier; C 1, drei bis vier Hunde vor dem Rollwagen: Jutta Klein; C2, zwei bis vier Alaskan Malamute vor dem Rollwagen: Alexandra Auch (ohne Konkurrenz); B1, fünf bis sechs Hunde vor dem Rollwagen: Günter Ammon und in der Kategorie A mit sieben bis acht Hunden vor dem Rollwagen: Levke Erichsen.

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