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Ausbildungsbörse : Auf der Suche nach der Lehrstelle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Bewerbertag im Berufsinformationszentrum konnten junge Leute sich informieren und viele Tipps für den Start in den Beruf holen

Neumünster | Im Forum des Berufsinformationszentrums (Biz) schlendern junge Männer und Frauen von Pinnwand zu Pinnwand. An denen hängen Zettel – und jeder Zettel steht für einen Ausbildungsplatz, der noch frei ist. Zimmerer, Floristen, Friseure und Anlagenmechaniker werden etwa gesucht. Beim Bewerbertag im Biz informierten sich gestern auf Einladung der Agentur für Arbeit viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz über ihre Möglichkeiten.

„Wir laden jedes Jahr vor den Schulferien alle Bewerber ein, von denen wir wissen, dass sie noch keinen Ausbildungsplatz haben“, erzählt Peter Baade, Teamleiter der Berufsberatung in der Agentur für Arbeit. Das seien in diesem Jahr 390 junge Leute gewesen.

Zum Glück gibt es nach Auskunft von Peter Baade mehr Stellen als Bewerber. Auf 974 Ausbildungsplätze kamen in diesem Jahr nur 815 Bewerber in Neumünster. Viele Jobs sind im Handel, im Einzelhandel, in der Logistik sowie in den Bauberufen noch frei. Schwieriger sei es allerdings, einen Ausbildungsplatz als Mediengestalter zu finden. „Die Jugendlichen sind aber meist realistisch“, so Baade. Sie wüssten, dass sie nicht unbedingt ihren Traumberuf bekämen. „Aber natürlich müssen die Angebote auch mit den Fähigkeiten und Interessen der Jugendlichen kompatibel sein.“

Wer gestern einen interessanten Job an der Pinnwand fand, notierte sich dessen Referenznummer und ging zu einem der Berater. „Die Türen sind heute alle offen“, sagt Baade. Das Ziel der Beratungen sei dann, die Jugendlichen und die Arbeitgeber zusammenzubringen, erklärte Heike Kschioneck, die Leiterin des Biz.

Der 21-jährige Pascal Kühnold war gestern auf der Suche nach einer Ausbildung im IT-Bereich und fand genau ein interessantes Angebot. „Das hatte mir das Biz allerdings schon einmal vorgeschlagen, und ich möchte mich auch dort bewerben“, sagte er. Die 20-jährige Hatice Mercan würde gerne im Büromanagement oder als Verwaltungsfachangestellte arbeiten. Anfang des Jahres hatte sie Bewerbungen abgeschickt, aber keine Stelle bekommen. Dann kam die Einladung zum Bewerbertag. Auf einem Zettel hatte sie sich gestern aber die Referenznummer von einigen interessanten Stellen notiert.

„Die Jugendlichen sind in diesem Jahr sehr motiviert. Sie bedanken sich für unser Angebot und bitten um Einzeleinladungen, wenn sie zu unserem Bewerbertag nicht kommen können – das macht Spaß“, sagte Baade. Für junge Flüchtlinge waren gestern sogar mehrsprachige Berater im Haus. Ein weiterer Service war der Bewerbungscheck. Die Jugendlichen konnten Susanne Bernd von der Arbeiterwohlfahrt ihre Unterlagen vorlegen. „Ich schaue mir an, wie man die Bewerbungsmappen verbessern könnte“, sagte sie.

Peter Baade zog am Nachmittag Bilanz: „Wir hatten 97 Teilnehmer hier. Sie waren motiviert und aufgeschlossen.“

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