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Funkamateure : Auf der kurzen Welle durch die Welt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Funkamateure aus Neumünster trafen sich zum sogenannten Fieldday auf dem Kethelvierth in Großenaspe.

Neumünster/Grossenaspe | Per Kurzwelle nach Amerika: Den Himmelfahrtstag verbrachten die Neumünsteraner DARC-Funkamateure (Deutscher Amateur Radio Club, Distrikt M 09) mit einem sogenannten Fieldday auf dem Kethelvierth in Großenaspe.

Die rund 15 ambitionierten „Wellenreiter“ hatten bereits am frühen Morgen mobile Antennen, ein Stromaggregat sowie zwei Kurzwellenfunkgeräte auf der Anhöhe aufgebaut. Denn für das Funken ist die Höhe des Standortes ausschlaggebend. „Wir kommen deshalb regelmäßig hierher. Aber dennoch ist jeder Fieldday anders. Denn die Verbindungen ändern sich durch die sich permanent verändernden Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen ständig. Doch heute hatten wir schon Kontakt zu Funkfreunden in Finnland und Amerika“, berichtete die Vorsitzende Rita Iwers.

„Funken ist das aufregende Kribbeln, mit wenig Aufwand weit zu kommen“, erklärte die 67-Jährige, die bereits seit mehr als 30 Jahren vom Funker-Virus infiziert ist, schmunzelnd. Ebenso sah dies ihr Mitstreiter Wilfried Möller (54), der aus Kiel zu der Gruppe gestoßen war. „Auf Band (Empfang) zu sein, ist jedes Mal ein Experiment. Man weiß nie, wen man erreicht. Aber wenn es dann bis nach Australien oder Asien geht, freut man sich wie ein Schneekönig“, erzählte er.

Zum Amateurfunk selbst erklärten die Fachleute, dass sich in Deutschland aktuell rund 67  000 Personen mit der Funktechnik befassen. Schleswig-Holstein zähle rund 900 Teilnehmer. Weltweit gebe es rund 2,8 Millionen Amateurfunker. „Funken ist ein Hobby, bei dem sich Technik und Kommunikation sowie der sportliche Anspruch prima kombinieren lassen“, erläuterte Rita Iwers. Und selbst in Zeiten von Internet und Mobiltelefon habe der klassische Amateurfunk nichts von seiner Faszination verloren, weil dieser sich stetig mit dem technischen Fortschritt weiterentwickle, erklärte sie.

Eine ganz besondere Aufgabe übernehmen die Funker seit jeher zudem im Rahmen des Katastrophenschutzes. „Wenn, wie zum Beispiel bei der Schneekatastrophe 1978 geschehen, die Telefonnetze zusammenbrechen, sind es die Funkamateure, die mit ihren autarken Systemen den Kontakt zwischen den Helfern aufrechterhalten können, so Rita Iwers.

Zurzeit zähle der Neumünsteraner Verein rund 60 Mitglieder. „Aber es fehlt an Nachwuchs. Ebenso würden wir uns aber auch über ältere Einsteiger freuen“, warb sie für ihr interessantes Hobby, das auf kurzer Welle die Welt verbindet. Weitere Informationen sind unter www.darc.de erhältlich.

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