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Neues Beleuchtungskonzept : Auf dem Weg zur Weihnachtsstadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neue Illuminationen sollen in der gesamten Innenstadt erstrahlen. Citymanager Michael Keller ruft zu Laternenpatenschaften auf. Die Tanne an der Eisbahn steht.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die Zeiten, in denen jeder Straßenzug in der Innenstadt seine eigene – oder auch keine – Weihnachtsbeleuchtung hatte, sind vorbei. Unter dem Motto „Neumünster leuchtet“ wird voraussichtlich zum 1. Advent die Stadt im neuen einheitlichen Lichterglanz erstrahlen. Dafür sorgen 102 zum Teil speziell für Neumünster in der Slowakei hergestellte neue Illuminationen. Die gebogenen, rund 1,60 Meter bis 2,60 Meter langen LED-Kunststoffkonstruktionen sollen an die Straßenlaternen angebracht werden – und zwar am Kuhberg, Großflecken, an der Holstenstraße, am Fürsthof, am Mühlenhof, an Proppes Gang und am Kleinflecken. Auf dem Gänsemarkt und auf der Kieler Brücke sollen zehn Sonderanfertigungen den Weg von der Holsten-Galerie zum Großflecken als Entreé weisen. Citymanager Michael Keller stellte das 100  000 Euro teure Projekt gestern vor.

Gut drei Jahre dauerten seine Vorbereitungen. „Es war viel Arbeit, aber ich bin richtig glücklich, dass wir das Konzept für die gesamte Innenstadt hinbekommen und damit das Gemeinschaftsgefühl der Einzelhändler gestärkt haben“, erklärte Keller. Die Anschaffungs-, Vorbereitungs- und Erstmontagekosten sind zu 75 Prozent vom DOC finanziert, den Rest geben Stadtwerke, Stadtmarketing und Citymanagement dazu. „Wir sind erst in Phase 1. In Phase 2 im nächsten Jahr wollen wir die Weihnachtsbeleuchtung auch auf andere Einkaufsbereiche weiter ausdehnen und vorhandene Lücken wie die Straße Am Teich oder den Rest vom Großflecken schließen. Neumünster soll Weihnachtsstadt werden“, betonte Keller. Aus Kostengründen wird auf dem Großflecken diesmal nur jede zweite Laterne bespielt, auch am Kleinflecken fehlen noch vereinzelt Masten.

Eine pfiffige Idee zur Finanzierung der Strom-, Demontage- und Lagerungskosten für die umfangreiche Ausrüstung hat der Citymanager indes schon: Laternenpatenschaften. Für 130 Euro zzgl. Mehrwertsteuer pro Stück können Unternehmen, aber auch Privatleute eine oder mehrere Laternen über die Internetseite www.city-nms.de ab Dienstag „buchen“ und erscheinen dann auf der Homepage als Sponsor. „Die Ausgaben können Firmen als Werbungskosten absetzen. Und für Privatleute ist es ein nettes, ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk“, preist Keller das Finanzierungsmodell an.

Angst vor Vandalismus hat der Citymanager nicht: „Die Konstruktionen werden über der Tritthöhe von 1,50 Meter angebracht, zum größten Teil sogar über 2 Meter. Die kann man nicht mal eben kaputt machen.“

Als erstes weihnachtliches Vorzeichen traf gestern Nachmittag die Nordmanntanne auf dem Großflecken ein. Sie stammt aus dem Wasbeker Kirchenweg. Die Spender wollten nicht genannt werden. Mitarbeiter der Firma Krebs & Suhr transportierten den 15 Meter hohen Baum in Polizeibegleitung nach Neumünster und stellten ihn auf. „Es ist ein sehr schöner Baum, super gleichmäßig gewachsen mit einer tollen Spitze“, lobte Stadtsprecher Stephan Beitz.

Der Weihnachtsmarkt mit Eisbahn wird am Montag, 23. November, eröffnet. Auf Einladung der Schausteller schmücken die Kinder der Kita Ruthenberger Rasselbande ab 10.30 Uhr mit ihren gebastelten Kostbarkeiten die kleineren Tannenbäume, ehe um 15 Uhr Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras mit einer Klasse der Mühlenhofschule die Eisbahn stürmt.

KOMMENTAR

Manche mögen milde lächeln: Schön, dass die Stadt eine neue Weihnachtsbeleuchtung bekommt. Es sollte erst mal einen vernünftigen Weihnachtsmarkt geben. Solche Miesepeter verkennen leider das große Engagement der Beteiligten. Eine Eisbahn organisiert sich nicht mal eben so. Die Schausteller geben sich jedes Jahr viel Mühe, um für Kurzweil zu sorgen. Und im  Weihnachtsdorf  gibt es immer etwas Neues. Nun haben sich auch die Einzelhändler endlich zusammengefunden und machen mit der Illumination ihr eigenes Ding. Super! Das stärkt den Zusammenhalt und zeigt: Projekte funktionieren  auch ohne ECE und die Holsten-Galerie.

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