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Bergsteiger sind zurück : Auf 4000 Metern brach die Höhenkrankheit aus

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jan Kleinschmidt aus Wasbek musste die Besteigung des Kilimandscharo abbrechen, sein Freund Joachim Hinz begleitete ihn. Dennoch bleibt die Reise den beiden unvergessen.

Wasbek | Ihr Ziel war der Gipfel des Kilimandscharo-Massivs, doch dann kam es anders. Joachim Hinz aus Aukrug und Jan Kleinschmidt aus Wasbek sind zurück aus Afrika. Eigentlich wollten die beiden Abenteurer die 5895 Meter auf Afrikas höchsten Berg schaffen (der Courier berichtete), doch dann erwischte Jan Kleinschmidt die Höhenkrankheit. Enttäuscht sind beide dennoch nicht.

Am 19. Juli machten sich Hinz und Kleinschmidt gemeinsam mit sieben weiteren Holsteinern auf den Weg nach Tansania, um den Kilimandscharo auf der sogenannten Lemosho-Route zu besteigen. „Für den Aufstieg waren insgesamt zehn Tage mit sechs Zwischenstopps in Zeltlagern eingeplant. Der behutsame Aufstieg in vielen Etappen sollte der Akklimatisierung an die enorme Höhe dienen“, erklärt Hinz. Bis in 2800 Meter Höhe verlief auch alles unproblematisch. Doch dann entschloss sich Jan Kleinschmidt auf knapp 4000 Metern aufgrund deutlicher Anzeichen von Höhenkrankheit spontan zum Abstieg. Er hatte Kopfschmerzen, klagte über Übelkeit und Schwindel.

„Die Höhenkrankheit geht mit einem stark sinkenden Sauerstoffpartialdruck einher und kann bei jedem, unabhängig von der konditionellen Leistungsfähigkeit, ab 2000 bis 2500 Metern Höhe auftreten. Die Missachtung der Symptome der Höhenkrankheit führt nicht selten zu einer lebensbedrohlichen Situation“, erklärt Hinz. Kleinschmidt zog deshalb seine Gesundheit dem Gipfelerfolg vor. Joachim Hinz, der bereits auf zwei erfolgreiche Gipfelbesteigungen zurückblickt, begleitete seinen Freund beim Abstieg.

Die beiden ziehen trotz des Abbruchs eine positive Bilanz: Unvergessen sind ihnen die Leistung und Freundlichkeit der tansanischen Bergführer und Träger, die Geräusche des Regenwaldes, die Landschaften oder die so hautnah erscheinenden Sterne beim nächtlichen Blick aus dem Zelt. „In Erinnerung behalten werden wir auch den ehrfurchtsvollen Blick auf den noch schneebedeckten Gipfel des Kilimandscharo – ein Anblick, den Bergsteiger voraussichtlich nur noch bis 2025 erleben können, wenn die letzten Gletscher auf Afrikas höchstem Berg aufgrund globaler Erwärmung verschwunden sein werden“, mutmaßt Hinz.

Während die verbliebenen sieben Holsteiner aus der Gruppe den Aufstieg fortsetzten und erfolgreich abschlossen, erholten sich Hinz und Kleinschmidt die restlichen Tage am Strand südlich von Dar es Salam.

Bis Ende November will Joachim Hinz die Aufnahmen aus seinen drei Besteigungen zu einem etwa 30 bis 45 Minuten langen Film zusammenstellen. Die Vorführung soll dann im Gasthof Kühl in Wasbek stattfinden.

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erstellt am 03.Aug.2014 | 09:00 Uhr

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