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Mühbrook : Asphaltmischwerk: Vor 50 Jahren begann alles mit Johannes Sienknecht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Heute wird das Jubiläum gefeiert.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 05:15 Uhr

Mühbrook | Ein rundes Jubiläum wird heute, auf den Tag genau im Asphaltmischwerk in Mühbrook begangen. Seit 50 Jahren wird hier, im heutigen Gewerbegebiet Tökshorst, gemischt, was für den Straßenbau im Land gebraucht wird.

Zur Feier eingeladen sind Mitarbeiter, Kunden und Vertreter der Gemeinde. Als besonderer Gast wird außerdem Hannes Sienknecht (69) erwartet. Er ist der letzte Besitzer des ehemaligen Familienbetriebes, der unter dem Namen des Großvaters Johannes Sienknecht gegründet wurde.

Heute gehört das Werk zur Deutschen Asphalt, die als Tochter der Strabag AG 2009 den Betrieb übernahm und ausbaute. „In den ersten Monaten bin ich noch mit Hannes Sienknecht gemeinsam zu den Kunden gefahren. Er hat mich sozusagen eingeführt, und ich habe von ihm viel gelernt. Davon profitiere ich heute noch“, erzählt dazu André Willhöft (50), der als Prokurist für die Mühbrooker Anlage sowie für fünf weitere Werke verantwortlich zeichnet.

Noch länger ist Andreas Paasch vor Ort im Geschäft. Bereits seit 1995 ist der 55-Jährige in der Firma beschäftigt. „Wir sind hier vier langjährige Mitarbeiter. Und seit August haben wir jetzt auch einen Auszubildenden, der bei uns den Beruf des Verfahrenstechnikers, Fachrichtung Asphalttechnik lernt“, berichtet der Betriebsstättenleiter.

Verändert hat sich jedoch im Laufe der Jahre nicht nur die Ausbildung der Fachkräfte, auch der Bedarf an Asphaltmischungen hat sich enorm verändert. „Waren es in den 60er-Jahren vielleicht drei oder vier verschiedene Mischungen, so kommen wir heute allein hier auf dem Gelände auf gut 30 Sorten Asphalt. Und es gibt noch unendlich viele mehr, denn jedes Bundesland hat für die Zusammensetzung seine eignen Verordnungen“, erklärt der Fachmann.

Die Ansprüche an das Material sind vielfältig. Die technisch hergestellten Mischungen aus dem Bindemittel Bitumen und Gesteinskörnungen, die im Hochbau für Bodenbeläge sowie im Wasserbau verwendet werden, seien dazu beispielhaft genannt. Und für eine Straßensanierung, wie zum Beispiel die Bahnhofstraße in Boostedt, die zurzeit von Andreas Paasch und seinen Kollegen beliefert wird, braucht es wiederum eine andere Rezeptur.

Gewandelt hat sich in den vergangenen Jahren auch die technische Ausstattung. „Wir haben in neue Silos und die Bevorratung in einem Langzeit-Verladesilo investiert. Und mit der Zustimmung der Gemeinde werden wir diesen Standort auch zukünftig weiterentwickeln“, sagt André Willhöft zuversichtlich im Hinblick auf die kommenden Jahre.



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