Musical : Aschenputtel: Wenig Aufwand und große Wirkung für Groß und Klein

Ein tolles Dreigespann gaben Stiefmutter Karen Lauenstein (von links), Tochter Carina Böhmer und Aschenputtel Jana Flaccus ab.
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Ein tolles Dreigespann gaben Stiefmutter Karen Lauenstein (von links), Tochter Carina Böhmer und Aschenputtel Jana Flaccus ab.

400 Besucher sahen die gelungene Aufführung im Theater in der Stadthalle.

shz.de von
30. Dezember 2013, 09:30 Uhr

Das war eine wahre Familienveranstaltung: Im Theater in der Stadthalle wurde am Freitag „Aschenputtel – Das Musical“ gezeigt. Unter den 400 Gästen waren mehrere Generationen vertreten: Großeltern, Eltern und Kinder.

Das „Theater Liberi“ aus Bochum zeigte eine gelungene Aufführung mit wenigen Kulissen, einer reduzierten Handlung, die aber nichts vom Anspruch des Märchens vermissen ließ, und mit nur vier Schauspielern. Markus Hanse als Prinz und Stoffhändler, Karen Lauenstein als Stiefmutter und Waldfee sowie Carina Böhmer als Stiefschwester und Prinzenfreund Oskar durften in Doppelrollen auftreten. Jana Flaccus als Aschenputtel hatte genug zu tun mit ihrer Rolle und bot überzeugende Gesangsleistungen. Stiefmutter und Stieftochter füllten als fiese und gehässige Gegenspieler von Aschenputtel ihre Rollen ganz aus.

Am meisten amüsierten sich die Kinder über überraschende Sprechtexte, die so gar nicht zum Märchen passten. So verkündete der Prinz von der Bühne, nachdem erst einmal das Licht ausging, alle könnten nach Hause gehen, denn „ich werde bestimmt nicht heiraten“. Auf der Jagd im Wald meinte er zu Oskar, dass er ihn in Ruhe lassen solle, denn er unterhalte sich gerade, obwohl niemand zu sehen war. Das gefiel den Kindern. Nachdem sie und ihre Tochter in Ballkleidern zu sehen waren, ließ die Stiefmutter die Zuschauer über diesen Ausspruch schmunzeln: „Die Geschichte der Schönheit muss neu geschrieben werden.“

Die kleine ausklappbare Freitreppe oder die Arbeit der Tauben für Aschenputtel als Schattenspiele waren gelungene Effekte. Gelungen waren auch die Zugaben, bei denen die vier Akteure noch einmal ein Medley der Musicalmelodien aus dem gesamten Stück boten. Die Zuschauer honorieren die hübsche Aufführung mit lang anhaltendem rhythmischem Applaus, und die Kinder trampelten lautstark.

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