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Holsteinischer Courier

15. Dezember 2017 | 01:55 Uhr

Kinderferiendorf : Asbest ist ein Problem

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Lions-Club Neumünster-Holsten hofft auf viele Spenden und Unterstützer, um letztlich alle acht Hütten wieder auf Vordermann bringen zu können.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2016 | 11:00 Uhr

Neumünster | Der Lions-Club Neumünster-Holsten möchte nicht nur ein Haus, sondern möglichst schnell alle acht Hütten des Kinderferiendorfes im Stadtwald sanieren und trommelt nun ordentlich um Sponsoren. „Wir werden in den kommenden Wochen auch Kontakt zu den anderen Service-Clubs in Neumünster aufnehmen, um dieses Juwel aus unseren Kindheitstagen wieder auf Vordermann zu bringen“, erklärte gestern Präsident Andrew Pfennig.

Schätzungsweise 20  000 Euro kostet seinen Angaben zufolge die Instandsetzung eines Hauses inklusive Dämmung, moderner Fenster, einer Heizung und mit einem frischen Anstrich. Wichtigster Punkt sei die Erneuerung der asbestverseuchten Dächer. Seit einigen Jahren ist das Übernachten in der Anlage nicht mehr möglich, weil die Häuser zu marode sind und die Betten demontiert wurden, teilte Stephan Beitz mit. Er ist nicht nur Pressebeauftragter des Service-Clubs, sondern auch Stadtsprecher.

Anfangen wollen die Lions möglichst bald mit Haus 1, ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Das hänge auch davon ab, wie schnell das Geld zusammenkommt. „Wir rechnen mit 333 Arbeitsstunden und packen auch selbst ordentlich mit an“, sagte Pfennig. Seine bisherige Erfahrung: „Es gibt in der Stadt viele Unterstützer, die finanzielle Hilfe, Sachspenden oder ihre Arbeitskraft in Aussicht gestellt haben. Der Erhalt des Kinderferiendorfes liegt sehr vielen am Herzen.“ Die Sanierung erfolge in enger Absprache mit der Bauverwaltung, Auflagen im Denkmalschutz gebe es nicht. Die ersten beiden großen Unterstützer sind mit dem Ausbesserungswerk der Bahn und der Firma Guder Strahltechnik auch schon gefunden.

Ein Spendenkonto bei der Volksbank hat der Lions-Club eingerichtet. Zudem läuft der Kartenverkauf für das Benefizkonzert mit der A-cappella-Kultformation „Maybebop“ am 13. Februar in der Stadthalle auf Hochtouren. Einige Karten zum Preis von 32,50 Euro gibt es noch, ausschließlich im First Reisebüro an der Wittorfer Straße 10. „Der gesamte Erlös, auch aus dem Verkauf von Getränken und Laugenstangen bei dem Konzert, fließt ins Kinderferiendorf“, sagte Andrew Pfennig.

Die Ratsversammlung hatte im November grünes Licht für die Sanierung des Kinderferiendorfs auf Sponsoren-Basis gegeben (der Courier berichtete).

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