Artenschutz: Tierpark schickt Wisent nach Rumänien

Kleine Frackträger treffen auf Politiker in Sommerzivil: Tierparkchefin Verena Kaspari (rechts ) stellte Birgit Malecha-Nissen (links), Ralf Stegner und Kirsten Eickhoff-Weber während des Rundgangs auch die neugeborenen Humboldt-Pinguine samt Eltern vor.
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Kleine Frackträger treffen auf Politiker in Sommerzivil: Tierparkchefin Verena Kaspari (rechts ) stellte Birgit Malecha-Nissen (links), Ralf Stegner und Kirsten Eickhoff-Weber während des Rundgangs auch die neugeborenen Humboldt-Pinguine samt Eltern vor.

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20. Juli 2015, 18:37 Uhr

Der Tierpark beteiligt sich an einem europäischen Projekt zur Erhaltung der Wisente. Noch in diesem Jahr will der Tierpark ein weibliches Tier aus seiner Zucht auf den langen Weg nach Rumänien bringen, wo es mit Tieren aus anderen befreundeten Zoos auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden soll. Die Kosten für die Vorbereitungen, etwa tiermedizinische Untersuchungen, und den Transport zahlt der Tierpark-Verein aus eigener Tasche.

Die Erhaltung der Arten gehöre neben seiner allgemeinen Bildungsfunktion zu den vornehmen Aufgaben eines Tierparks, begründete Tierparkchefin Verena Kaspari das Engagement. Auch an einem Auswilderungsprojekt für den europäischen Fischotter will sich der Tierpark beteiligen.

Wie sich der Tierpark für den Arten- und Naturschutz engagiert – und welche Fördergelder er dafür gegebenenfalls einwerben kann, war gestern Thema eines Gesprächs zwischen Tierparkleitung und SPD-Spitzen. In Begleitung von Neumünsters Landtagsabgeordneter Kirsten Eickhoff-Weber und der Bundestagsabgeordneten Birgit Malecha-Nissen machte sich der Chef der Kieler Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner im Rahmen seiner Sommerreise über die Sorgen, Nöte und Wünsche des Tierparks schlau.

Dem Gespräch voran ging ein etwa anderthalbstündiger Rundgang durch den Tierpark, in dessen Verlauf Leiterin Verena Kaspari vor allem die tiergerechte und naturnahe Haltung im Tierpark herausstrich. So lege der Tierpark heute etwa besonderes Gewicht auf ein möglichst naturnahes Beschäftigungstraining seiner Bewohner, das sich eng an das Verhalten der Tiere in Freiheit anlehne.

Stolz ist man im Tierpark auch auf die inzwischen weltweiten guten Beziehungen zu anderen Zoos, die einen genetischen Austausch der Tiere sicherstellen sollen. So planschen etwa zwei in Neumünster geborene Seehunde seit kurzem in dem weltgrößten Aquarium in Südkoreas Hauptstadt Seoul.

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