Kita in Rickling : Architekt kann planen

Die Gemeindevertreter stimmen der Kostenübernahme für die neue Kita in Rickling zu. Es geht um 1,2 Millionen Euro.

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19. Dezember 2017, 10:02 Uhr

Wie teuer soll die neue Kita in Rickling werden? Eine Obergrenze für den in der Planungsphase stehenden Neubau gibt es bisher nicht. Das wurde bei der Gemeindevertretersitzung deutlich.

Bisherige Kostenschätzungen liegen bei 1,2 Millionen Euro, wovon die Gemeinde zwischen 600 000 und 700 000 Euro selbst berappen müsste. Die Gemeindevertretung hatte Anfang des Jahres die Kirchengemeinde als Träger der bestehenden Kita mit einer Erweiterung beauftragt. Laut Beschluss soll Platz geschaffen werden für die Unterbringung von 25 Kindern in zwei Gruppen, eine für unter Dreijährige und eine für über Dreijährige. Ein Gemeindevertreter merkte an, dass ein Kita-Platz nach bisheriger Planung 40 000 Euro koste und das immens hoch sei. Ins Rollen kam die Diskussion wegen des Antrags der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde an die Gemeinde, die Kosten für die Planungen der Architekten zu übernehmen. „Wenn wir dem zustimmen, können die Architekten weiter arbeiten“, erklärte Bürgermeister Christian Thomann (ABR). Letztlich wurden die Kosten in Höhe von etwa 25 000 Euro einstimmig bewilligt. Nun soll es Gespräche mit der Kirche über die weiteren Kosten und die Bauplanung geben.

Einen wachsenden Betreuungsbedarf für Kinder erwartet Rickling wegen des geplanten Neubaugebiets zwischen Rosenweg und Eichbalken. Das Areal soll für etwa 40 Grundstücke vorbereitet werden. Dem vorliegenden Entwurf stimmten die Gemeindevertreter nicht zu. „Die Grenzverschiebung eines bestimmten Grundstücks um 180 Zentimeter nach Süden ist in der Zeichnung nach wie vor nicht vorgenommen worden“, bemängelte der stellvertretende Bürgermeister Keno Jantzen (CDU). Mit einer Gegenstimme vom Bürgermeister wurde mehrheitlich beschlossen, die Änderungen in den Bebauungsplan aufzunehmen.

Einstimmig wurde beschlossen, das gemeindliche Informationsblatt „Land und Leute“ ein weiteres Jahr zu sichern.

Einstimmig beschlossen wurde der Haushaltsplan 2018. Demnach hat der Verwaltungshaushalt ein Volumen von rund 4 629 000 Euro, der Vermögenshaushalt von rund 3 090 000 Euro. Von Krediten für insgesamt rund 2 293 000 Euro sollen 17 Maßnahmen bezahlt werden, zum Beispiel die Erschließung des Neubaugebiets für eine Million Euro. Die Grundsteuern sowie die Gewerbesteuer liegen bei je 350 Prozent.

Ende des Jahres 2018 wird die Verschuldung bei etwa 6,6 Millionen Euro liegen, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2097 Euro. Die Gemeinde verspricht sich vom Verkauf der Grundstücke im Neubaugebiet eine Refinanzierung.

Weiterhin einigte man sich einstimmig auf die Anschaffung eines neuen Streuwagens für rund 32 000 Euro.

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