Ministerbesuch : Arbeitsschutz spielt auch im Kopf

Danfoss versteht sich als Vorreiter in Sachen Gesundheit am Arbeitsplatz: Beim Rundgang durchs Werk erklärten Thomas Beeker, Geschäftsführer von Danfoss Power Solutions (2. von links), und Betriebsratschef Hans-Jochen Tombarge Gesundheitsministerin Kristin Alheit (links) und ihrer Referentin Christiane Riehl die wesentlichen Merkmale des innerbetrieblichen Gesundheitsmanagements.
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Danfoss versteht sich als Vorreiter in Sachen Gesundheit am Arbeitsplatz: Beim Rundgang durchs Werk erklärten Thomas Beeker, Geschäftsführer von Danfoss Power Solutions (2. von links), und Betriebsratschef Hans-Jochen Tombarge Gesundheitsministerin Kristin Alheit (links) und ihrer Referentin Christiane Riehl die wesentlichen Merkmale des innerbetrieblichen Gesundheitsmanagements.

Danfoss geht bei der Mitarbeitervorsorge neue Wege / Gesundheitsministerin Kristin Alheit lobt den Modellcharakter

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19. Juli 2016, 08:45 Uhr

Neumünster | Arbeitsschutz – das ist schon lange nicht mehr nur Helm, feste Schuhe und Schutzbrille. Wer in der vollautomatisierten, digitalisierten Arbeitswelt, die sich immer schneller dreht, gesunde und möglichst hoch motivierte Mitarbeiter halten will, ist gut beraten, das betriebliche Gesundheitsmanagement rechtzeitig auf den neuesten Stand zu bringen. Beim Getriebehersteller Danfoss Power Solutions am Krokamp hat man das bereits vor Jahren erkannt und verwendet daher viel Energie darauf, möglichst gesunde Arbeitsbedingungen zu gestalten. Gestern wurde das Unternehmen für sein Konzept von Gesundheitsministerin Kristin Alheit geadelt: Bei Danfoss hätten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam auf den Weg gemacht, auf die zunehmenden psychischen Belastungen in der Arbeitswelt 4.0 passende Antworten zu finden, lobte die Ministerin. Das Unternehmen habe „landesweit Modellcharakter“.

Geschäftsführer Thomas Beeker, Artur Salkowski, Manager für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz im Unternehmen, und Betriebsratschef Hans-Jochen Tombarge erläuterten der Ministerin bei einem Rundgang die verschiedenen Bausteine des innerbetrieblichen Gesundheitsmanagements. Das verfolgt vor allem einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem auch das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter abgeklopft wird. „Wir stellen den Leuten nicht einfach eine neue Maschine hin“, sagte Beeker als Beispiel. Bevor der Maschinenbauer letzte Hand anlegt, wird bei Danfoss auch das Produktionsteam mit ins Boot geholt, das anschließend mit den neuen Maschinen und Robotern zusammenarbeiten soll: Gibt es noch ergonomische Verbesserungen in der Handhabung? Lassen sich Wege verkürzen oder sich wiederholende, körperlich oder psychisch ermüdende Arbeitsschritte ausschalten? Nach einem fein abgestimmten Regelwerk sollen die Mitarbeiter weitgehend ihre eigenen Arbeitsbedingungen mitbestimmen können. Das funktioniert nicht nur in der Werkhalle, auch im Büro und am PC sollen die Mitarbeiter nicht allein gelassen werden und rechtzeitig Einspruch erheben können, wenn es klemmt. Davon profitiert unter dem Strich nicht nur der einzelne Mitarbeiter, der sich ernst genommen fühlt, sondern natürlich auch das Unternehmen , das auf motivierte Mitarbeiter setzen kann. Die trauen sich, mögliche Fehlentwicklungen rechtzeitig „nach oben“ zu melden.

Regelmäßige konzernweite Mitarbeiterumfragen belegen Geschäftsführer Thomas Beeker zufolge den Erfolg des Konzepts: Die Mitarbeiter empfinden sich als hochmotiviert, die Fluktuation sei verschwindend gering.

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