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Arbeitsagentur: Potenziale Behinderter besser ausschöpfen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit einer bundesweiten Aktionswoche vom 2. bis 6 Dezember werden die Arbeitsagenturen um mehr Toleranz und Beschäftigungschancen für Menschen mit Behinderung. Auch Neumünsters Agentur ist mit von der Partie.

„Vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs und des demografischen Wandels müssen wir uns für mehr Inklusion ein setzen“, sagte Neumünsters Agenturchef Carsten Ludwig. Viele Arbeitslose mit einer Schwerbehinderung seien Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. „Dieses Potenzial sollte genutzt werden“, sagte Ludwig. „Menschen mit Behinderung verfügen häufig über eine sehr gute Qualifikation, fallen aber wegen weit verbreiteter Vorbehalte oft völlig zu Unrecht durch die Maschen“, so Ludwig.

Im November sind in Mittelholstein 655 Männer und Frauen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anteil von 5,6 Prozent an allen Arbeitslosen und ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 42.

Insgesamt waren im November im Bereich der Agentur, die die Stadt Neumünster und den Kreis Rendsburg-Eckernförde umfasst, 11653 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 24 weniger als im Oktober, aber 550 mehr als im November 2012. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Oktober 6,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,4 Prozent.

In Neumünster sind zurzeit 4298 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 33 weniger als im Oktober und 18 mehr als im November 2012. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Oktober 10,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 10,8 Prozent. Neumünster ist damit im Vergleich mit den anderen kreisfreien Städten und Landkreisen weiterhin Schlusslicht in Schleswig-Holstein.

„Die Situation am Arbeitsmarkt in Mittelholstein hat sich auf den ersten Blick im November kaum verändert“, sagte Carsten Ludwig. Konjunkturelle Impulse fehlten zurzeit, sodass die Nachfrage nach neuem Personal zurückhaltend bleibe. „Unsere Unternehmen versuchen alles, um ihre Mitarbeiter zu halten, und beweisen sich damit einmal mehr als sehr verantwortungsvoll“, sagte Ludwig. Die Entwicklung der nächsten Monate werde auch stark vom Wetter abhängen.

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