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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 09:42 Uhr

Apotheker plant Klage gegen die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Lars Peter Wall will im Störpark eine Filiale eröffnen und wirft der Verwaltung Wettbewerbsverzerrung vor

von
erstellt am 30.Okt.2015 | 13:13 Uhr

Seit zehn Jahren versucht Lars Peter Wall nach eigenen Angaben, im Störpark eine Apotheke zu eröffnen. Immer wieder habe die Verwaltung ihm dabei Steine in den Weg gelegt, sagt der 42-Jährige. Nun will er sich das nicht mehr gefallen lassen. Sollte er nach einem neuerlichen Antrag erneut eine Absage bekommen, will der Apotheker, der schon drei Apotheken betreibt, wohl klagen. Seine Begründung: „Es ist nicht Aufgabe der Stadt, sich in den Wettbewerb einzumischen.“

Bernd Heilmann, Abteilungsleiter Stadtplanung, bestätigt auf Courier-Frage, dass ein neuer Antrag bearbeitet wird. „Das Ergebnis ist noch völlig offen, wir sind in der Meinungsfindung“, sagt er. Wall will in einem rund 650 Quadratmeter großen Gebäude neben dem Aldi-Markt eine kombinierte Filial- und Versandapotheke mit großem Lager errichten. „Das Versandgeschäft boomt, und in meiner Apotheke in Wittorf ist kein Platz mehr“, sagt er. Das Gebäude im Störpark sei ideal. Die Kritik, er nehme damit den Kollegen in Gadeland und am Ruthenberger Markt die Kundschaft weg und zerstöre deren Existenz, lässt er nicht zu: „Das ist Quatsch. Außerdem haben wir jetzt schon viele Kunden aus Ruthenberg, die extra zu uns in die Stadt kommen.“

Schon lange gibt es Streit um eine Apotheke im Störpark (der Courier berichtete). Die erneute Änderung des Bebauungsplanes 128 „Köstersche Fabrik“ ist nun auch wieder Thema im Stadtteilbeirat Brachenfeld-Ruthenberg am Mittwoch, 11. November, um 19.30 Uhr im Haus Berlin am Pestalozziweg 22. Der Stadtteilbeirat hatte die Ansiedlung einer Apotheke stets abgelehnt. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss hatte die Stadt zuletzt jedoch aufgefordert, das Projekt zu prüfen.

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