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Anwohnerin der Plöner Straße wurde belästigt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 00:34 Uhr

Das Unwohlsein bei den Anwohnern des Südfriedhofs an der Plöner Straße nimmt zu. Grund: Immer öfter beobachten sie dort nun in den Abendstunden Autos mit Männern, die langsam an den Prostituierten vorbeifahren. Bis zu drei Frauen warten dort auf Kundschaft (der Courier berichtete).

„Das ist wie eine Fleischbeschau. Die meist dunklen Nobelwagen fahren einmal vorbei, wenden dann auf dem Parkplatz der IGS Brachenfeld und fahren wieder zurück. Wenn die Frauen einsteigen, fahren die Autos in der Regel stadtauswärts“, sagt eine Anwohnerin dem Courier. Sie möchte, wie die Nachbarn dort auch, lieber nicht genannt werden. Die Frau hatte bereits ein böses Erlebnis: „Ich stand vor ein paar Tagen abends gegen 20 Uhr auf unserer Hofeinfahrt und wartete auf meine Tochter. Seit die Prostituierten dort sind, bin ich immer in großer Sorge, dass ihr etwas zustoßen könnte. Auf einmal hielt ein Mercedes an. Ein Mann kurbelte das Seitenfenster runter und fragte, wie teuer ich denn wohl sei“, berichtet sie entsetzt.

Die herbeigerufene Polizei konnte nichts machen, denn durch den ersten Schock hatte die Frau sich das Kennzeichen nicht gemerkt. Auch das Ordnungsamt, an das sich die Frau wandte, konnte ihr nicht helfen. „Die waren nett dort, erklärten mir aber, dass Prostitution eben nicht strafbar ist.“ Sie will nun vor allem die Schulleitung und die Lehrer der IGS informieren. „Viele wissen gar nicht, was da vor deren Tür läuft. Und in der Woche gehen manchmal verschiedene AGs bis in den Abend hinein. Den Kindern muss ja nicht erst was passieren“, sagt sie besorgt.

Die Situation an der Plöner Straße wird auch auf der Courier-Seite im sozialen Netzwerk Facebook heiß diskutiert. Viele unterstützen dort das Hausverbot, das die Kirche gegenüber den Prostituierten für das Friedhofsgrundstück ausgesprochen hat (der Courier berichtete). Wie auch die Anwohnerin an der Plöner Straße schlagen einige vor, die Stadt solle die Prostituierten ins Gewerbegebiet schicken.

Doch so einfach ist die Sache nicht. Stadtsprecher Stephan Beitz erklärt, eine Sperrzonenverordnung gebe es nicht. Die Stadt habe daher vorerst keine Möglichkeiten, die Prostituierten an ihrem Handeln zu hindern.

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