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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 09:37 Uhr

Anwohner wurde zu spät gefragt

vom

Bauausschuss fällte Entscheidung über die Zufahrten der Grundstücke am Quellental / Nachbar muss jetzt schriftlich Argumente vorbringen

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Boostedt | Für Unmut bei den Anwohnern sorgte am Montagabend einer der ersten Beschlüsse des neuen Bauausschusses der Gemeinde Boostedt: Unter dem Vorsitz von Jens Kruse hatten sich die sieben Mitglieder mit dem Bebauungsplan für das innerörtliche Baugebiet "Quellental" zu befassen. Hier soll der rund 3000 Quadratmeter große Spielplatz an der Straße Kreienbarg um rund 1600 Quadratmeter verkleinert werden. Auf der Fläche sollen zwei Bauplätze entstehen, deren Anlage in zwei Versionen vom beauftragten Planungsbüro vorgestellt wurde.

In der Diskussion über die beiden, Möglichkeiten der Zuwegung ergaben sich Für und Wider - schließlich wurde jedoch ein mehrheitlicher Beschluss für die Ausrichtung der Grundstückszufahrten von Osten aus gefasst. In der abgelehnten Version wären die Zufahrten dagegen nach Norden ausgerichtet gewesen. Die Krux dabei: Schon im Vorfeld bei der Vorstellung der Pläne hatte Anwohner Ole Danklefsen um das Wort gebeten. Er wurde jedoch auf die in der Tagesordnung weiter hinten stehende Einwohnerfragezeit verwiesen.

Da Danklefsen mit seinen Anregungen und Einwänden erst nach der gefällten Entscheidung argumentieren konnte, war seine Enttäuschung natürlich groß. "Wir wurden weder informiert, noch im Vorfeld gefragt. Das ist schade, denn nun ist ein Einspruchsverfahren vorprogrammiert, dass wiederum an uns hängen bleibt", meinte der Familienvater, der sich für die zweite Version der Bebauung ausgesprochen hatte - und das aus guten Grund. Denn sowohl die Auslegung der Grundstücke, als auch die verkehrstechnische Anlage erscheint bei der Ausrichtung der Flächen nach Norden günstiger. Die öffentliche Auslegung des Planes ist für Oktober geplant, dann wird Ole Danklefsen seine Bedenken noch einmal schriftlich einreichen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Verfahren weiter entwickeln wird.

Ebenso mit einer Mehrheit im Ausschuss wurde die vorliegende Änderung des Flächennutzungs- und vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für die Biogasanlage Stückenredder in die Gemeindevertretung empfohlen.

In den Finanzausschuss verwiesen wurde dagegen die Namensgebung der Straßen im neuen Baugebiet "Südlich Stückenredder", da dieser, wie in der Sitzung festgestellt wurde, die Widmung von Straßen innehat. Außerdem hatte auch keiner der Ausschussmitglieder trotz Aufforderung konkrete Vorschläge, was von Jens Kruse ausdrücklich bedauert wurde. "Das darf nicht mehr lange dauern, da die ersten Bauherren bereits Ende September beginnen wollen und die brauchen dann eine Lieferadresse", erklärte er.

Letztlich entschieden sich die Mitglieder noch für die Gründung eines Arbeitskreises zum Thema Anbindung von Haushalten an das Wärmenetz der Biogasanlage. Einhellige Zustimmung fand außerdem der von der Verwaltung ausgearbeitete Lärmschutzplan für die Gemeinde, der keine Maßnahmen vorsieht. Im Hinblick auf die gesetzlich zu betrachtende Verkehrsführung der Bundesstraße 205 sei kein Anwohner betroffen, hieß es.

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