Max-Johannsen-Brücke : Anwohner wollen eine Lärmschutzwand

Heidemarie Krützfeldt (von links), Monika Laurisch, Walter Laurisch und Kurt Krützfeldt halten sich die Ohren zu. Sie wohnen in den Reihenhäusern am Heidackerskamp (links) direkt an der Rampe zur Max-Johannsen-Brücke.
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Heidemarie Krützfeldt (von links), Monika Laurisch, Walter Laurisch und Kurt Krützfeldt halten sich die Ohren zu. Sie wohnen in den Reihenhäusern am Heidackerskamp (links) direkt an der Rampe zur Max-Johannsen-Brücke.

Hauseigentümer und Mieter rund um die Max-Johannsen-Brücke sind wütend, dass die Ratsversammlung alle Schutzmaßnahmen ablehnte

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18. Februar 2017, 08:00 Uhr

Neumünster | Die Anwohner rund um die Max-Johannsen-Brücke in Tungendorf sind wütend und maßlos von der Politik enttäuscht. Der Ratsversammlung hatte am Dienstag entschieden, nichts in Sachen Lärmschutz zu unternehmen (der Courier berichtete). Ohne neue Erkenntnisse kann das Thema in dieser Wahlperiode damit nicht mehr auf die Tagesordnung kommen.

Als Monika und Walter Laurisch vor 34 Jahren ihre Reihenhauswohnung am Heidackerskamp bezogen, gab es die Brücke schon. „Aber das Verkehrsaufkommen und der Lärm sind heute um ein Vielfaches höher“, sagt Monika Laurisch. Das Gutachten der Stadt zeige, dass Grenzwerte überschritten werden.

Der für die Anwohner unerträgliche Lärm beginnt schon um 5 Uhr. „Wenn die Lkw bremsen und wieder anfahren, kann man hier kein Fenster aufmachen“, sagt ihr Mann Walter. „Ich sitze auf der Terrasse nur noch mit Ohrstöpseln“, sagt Monika Laurisch. Ihre Nachbarin Heidemarie Krützfeldt kann das bestätigen: „Im Sommer, wenn wir draußen sitzen, versteht man sein eigenes Wort nicht!“

Seit 1994 kämpft Familie Laurisch für mehr Lärmschutz. Die Schreiben, unter anderem an den damaligen Stadtpräsidenten Helmut Loose, füllen einen ganzen Ordner. Helga Bühse, CDU-Ratsfrau aus Tungendorf, kann den Unmut verstehen. „Wir haben uns immer wieder und schon ganz lange im Stadtteilbeirat und den Ausschüssen mit dem Thema befasst“, sagt sie. Es seien Maßnahmen vorgeschlagen worden. „Und dann wird das abgetan, als ob das gar nichts bringt“, sagt sie. Die CDU habe für lärmmindernden Asphalt plädiert. Doch das wurde im Rat mehrheitlich abgelehnt.

Die lärmgeplagten Anlieger sehen nur eine wirksame Abhilfe: eine Lärmschutzwand entlang der Rampe zur Brücke bis hinunter zur Ilsahl-Ampel. „Die Anfahr- und Bremsgeräusche der Lkw sind das Problem. Da nützt auch kein Tempo 30 und kein Flüster-Asphalt etwas“, sagt Kurt Krützfeldt.

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