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Stadtteilbeirat Mitte : Anwohner kritisieren Baustellen-Management

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einige Besucher machten ihrem Ärger auf der Sitzung des Stadtteilbeirats Mitte Luft.

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erstellt am 13.Feb.2015 | 07:45 Uhr

Neumünster | Für Nikolaus Schmidt war es kein leichter Abend. Die Mitglieder des Stadtteilbeirats Mitte hatten den Pressesprecher der Stadtwerke (SWN) eingeladen, um auf der Sitzung am Mittwochabend über das Baustellen-Management der SWN zu informieren. Das nutzten einige Besucher, ihrem Ärger Luft zu machen.

„Ich bin Anlieger an der Rendsburger Straße, Ecke Viktoriastraße. Was mir da geboten wurde, ist eine Frechheit. Da wurden Blechplatten über Baulöcher gelegt, und morgens um 5 Uhr bretterten die Lkw darüber“, sagte ein Anwohner und kritisierte im gleichen Atemzug eine unzureichende Planung: „Die Straße wurde innerhalb eines Jahres dreimal dichtgemacht. Teilweise waren drei Kreuzungen gleichzeitig gesperrt. Warum wird das nicht in einem Abwasch erledigt?“ Dass genau das das Ziel ist, versuchte Nikolaus Schmidt zu erklären: „Wir haben regelmäßige Sitzungen mit der Stadt, in der wir unsere Pläne vorstellen. In diesem Rahmen versuchen wir uns abzusprechen, damit im Idealfall Arbeiten zusammengelegt werden können.“

Die Informationspolitik der SWN habe sich zudem deutlich verbessert, meinte Schmidt. „Wir informieren die Anwohner per Hauswurfsendung über geplante Baustellen“, sagte er. Diese Aussage konnten nicht alle Gäste im Saal unterschreiben. „Das ist reines Wunschdenken“, warf ein Anwohner ein.

Ebenfalls kritisiert wurde die Qualität der Arbeiten, mit denen externe Unternehmen beauftragt werden. „Sie sollten mal draufschauen, was da in einigen Fällen abgeliefert wird“, lautete ein Hinweis.

Beiratsmitglied Refik Mor (CDU) äußerte den Wunsch, eine längerfristige schriftliche Übersicht über die geplanten Baustellen zu erhalten. „Anlieger und Hauseigentümer wollen Planungssicherheit haben“, sagte er.

Ebenfalls Thema war der geplante Boulevard in der Innenstadt, der beim Stadtteilbeirat auf Zustimmung stößt. Einstimmig unterstützten die Mitglieder die Pläne, die Stadtplaner Bernd Heilmann vorstellte. Angedacht ist, die Fahrbahn Großflecken/ Kuhberg zwischen Karstadt und Gänsemarkt etwas in Richtung Kuhberg-Karree zu verschieben. Das soll auf der Teichuferseite mehr Platz für breitere Rad- und Fußwege bringen (der Courier berichtete). Die Mitglieder regten an, auch den weiteren Bereich des Großfleckens in Anlehnung an den Boulevard zu gestalten, damit sich ein einheitliches Bild ergibt. Und sie sprachen sich dafür aus, die Grünachse der Klosterinsel stärker hervorzuheben.

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