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Boostedt : Antreten zum letzten Appell in der Rantzau-Kaserne

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Kapitel Boostedter Geschichte geht zu Ende: Der letzte Verband, der noch in der Rantzau-Kaserne stationiert ist, wird aufgelöst. Zum letzten großen Appell sind die Bürger eingeladen.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2015 | 05:45 Uhr

Boostedt | Zum allerletzten Mal findet am morgigen Donnerstag ab 14 Uhr ein Appell in der Boostedter Rantzau-Kaserne statt. Dann wird der letzte noch in der Kaserne stationierte Verband aufgelöst: das Logistikbataillon 162.

Dieses Bataillon wurde 2003 in der Stapelholmer Kasere in Seeth aufgestellt. Es umfasste sechs Kompanien mit etwa 1000 Soldaten und Zivilisten. Seit dem 1. Juli 2007 ist das Logistikbataillon 162 in der Boostedter Rantzau-Kaserne beheimatet mit zurzeit noch drei Kompanien. Das Bataillon war für die Versorgung der Einheiten weltweit mit Material zuständig. „Wir haben die Materialschleuse in Mazar-i-Sharif betrieben und waren bis Anfang des Jahres für die Materialrückführung aus Afghanistan zuständig“, erklärt Presseoffizier Hauptmann Frank Papenberg. Dazu gehören Fahrzeuge, Maschinen und Werkzeug bis zur letzten kleinen Schraube.

Der Standortälteste und Hausherr in der Boostedter Kaserne, Oberstleutnant Dirk Bulla, hat zum letzten großen Akt in der Rantzau-Kaserne auch die Boostedter eingeladen, von ihrer Kaserne Abschied zu nehmen. Dazu ließ er Faltblätter in der Gemeinde verteilen.

100 Bürger haben sich bisher zu dem Appell mit anschließendem Erbsensuppe-Essen angemeldet. 110 Ehrengäste werden an diesem Tag erwartet. Und auch Kurzentschlossene werden am Kasernentor noch Einlass finden.

Der Appell, zu dem der Kommandeur des Logistikkommandos der Bundeswehr, Generalmajor Hans-Erich Antoni, eingeladen hat, beginnt um 14 Uhr. Gastredner wird Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt sein, und für Musik sorgt das Heeresmusikkorps Hannover.

Nach der Auflösung des Logistikbataillons 162 (offizum 30. Juni 2015) werden weniger als 100 Menschen in der Kaserne sein, in der einst 2000 Soldaten stationiert waren. Zum 1. Juli werden es nur noch 50 Leute sein.

Ein Nachkommando der Logistiker von etwa 20 Soldaten wird noch bis Ende des Jahres für die Abwicklung des Betriebes sorgen. Logistiker sind naturgemäß die letzten Soldaten, wenn eine Kaserne geschlossen wird. 2016 ist der Kasernenstandort Boostedt dann Geschichte. Dennoch wird Boostedt ein Bundeswehrstandort bleiben, denn hier gibt es eines von zwei Munitionslagern in ganz Schleswig-Holstein. Es liegt zwischen Boostedt und dem Großenasper Ortsteil Freiweide. 48 Menschen arbeiten dort.

Logistikbataillon 162: Das Wappen

Mit dem Umzug des Logistikbataillons 162  nach Boostedt wurde auch das  Wappen der Einheit  verändert, um die Verbundenheit  mit Boostedt zu dokumentieren. Darum  ist im unteren Teil des Wappens das goldene Buchenblatt aus dem Boostedter Wappen zu sehen.  Die Weltkugel steht für den weltweiten Einsatz des Bataillons. Das Zahnrad bezieht sich auf das  Tätigkeitsabzeichen für das Versorgungspersonal. Oben ist das Hoheitsabzeichen  der Bundeswehr zu sehen.  Das gesamte Wappen ist in den Schleswig-Holstein-Farben Blau, Weiß und Rot gehalten.

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