Antje Leimbach (Projekthaus): „Halloween schafft Kontakte“

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03. November 2013, 13:29 Uhr

Was ist für Sie das wichtigere Fest: Reformationstag oder Halloween?

Für die Kinder, die das Projekthaus besuchen, ist Halloween das wichtigere Fest. Sie können sich verkleiden, in andere Rollen schlüpfen und in der immer dunkler werdenden Zeit dem Gruseln mit Spaß begegnen. Für sie sind Fasching und Halloween Feste, auf die sie sich das ganze Jahr freuen. An den Tagen feiern Kinder verschiedener Religionszugehörigkeiten gemeinsam und erleben, wie schön Gemeinschaft ist.

Als Protestantin ist für mich persönlich der Reformationstag das wichtigere Fest. Ich freue mich darüber, dass durch Luther daran erinnert wird, dass der Glaube an die Vergebung ohne Wenn und Aber gilt. Keiner kann sich freikaufen. Vor Gott sind wir alle gleich wertvoll. Das zu wissen tut gut!

Kann man beide Feste auch miteinander kombinieren/versöhnen – oder ist das für Sie ausgeschlossen?
Obwohl beide Feste einen christlichen Ursprung haben, sind ihre Ausrichtungen sehr verschieden. Halloween ist ein Fest, was sich über die Jahrhunderte unter anderem aus Allerheiligen und Allerseelen entwickelt hat, an denen der Verstorbenen gedacht wird.

Der Reformationstag ist ein Fest, an dem an die Erneuerung der Kirche aus sich selbst heraus erinnert wird. Beides hat seine Berechtigung und sollte für sich stehen.

Öffnen Sie die Tür und geben Kindern Süßigkeiten, wenn sie an Halloween klingeln?
Wenn ich zu Hause bin, mache ich das. Ich finde es klasse, wenn die Kinder sich verkleiden und sich trauen, in kleinen Gruppen durch die Dunkelheit zu ziehen. Das erinnert mich an meine Kindheit, in der ich mit Freunden am Martinssingen teilgenommen habe.

Solche Bräuche bringen Menschen in Kontakt – und das finde ich auf jeden Fall gut.

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