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Schülerzahlen : Ansturm auf das Gymnasium hält an

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es gibt Gewinner- und Verlierer-Schulen / Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder zum Abitur führen

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2015 | 09:00 Uhr

Neumünster | Das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen läuft noch. Doch der Trend der vergangenen Jahre setzt sich fort und hat sich weiter verstärkt: Immer mehr Eltern melden ihre Kinder für das Gymnasium   an. Auch die beiden Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe erfreuen sich anhaltend großer Beliebtheit. Manche Gemeinschaftsschulen und auch zwei der Gymnasien sind dagegen nur „zweite Wahl“.

Die Schulverwaltung nannte am Donnerstag auf eine Kleine Anfrage der CDU hin die vorläufigen Zahlen für das Schuljahr 2015/16. Schulrat Jan Stargardt warnte vor der Gefahr, aus den Zahlen „nicht zutreffende Interpretationen“ abzuleiten. Doch der Trend ist eindeutig. „Es ist eine recht deutliche Verschiebung zum Gymnasium festzustellen“, sagte Schul-Fachdienstleiterin Gabriele Bartelheimer.

Bei aktuell bislang 873 Anmeldungen liegt die Zahl der künftigen Fünftklässler fast auf der Höhe der Zahl zum Schuljahr 2013/14. Von den damals 878 Schülern kamen allerdings 363 auf eines der vier Gymnasien. 515 besuchten die Gemeinschaftsschulen. Jetzt ist fast Parität erreicht: 443 Aufnahmen an den Gemeinschaftsschulen stehen 430 an den Gymnasien gegenüber (siehe Infokasten). „Wir führen das darauf zurück, dass es keine Schulart-Empfehlung mehr gibt und die Eltern ein Interesse am höheren Schulabschluss haben“, sagte Gabriele Bartelheimer.

Dabei scheint es egal zu sein, ob die Kinder via G  8 am Gymnasium oder über neun Jahre an den Gemeinschaftsschulen in Faldera oder Brachenfeld zum Abitur gelangen sollen. Die beiden letztgenannten waren schon nach der ersten Anmelderunde dicht und mussten Ablehnungen aussprechen. Gleiches gilt für die Alexander-von-Humboldt-Schule, nach Berücksichtigung der Zweitwünsche auch für die Holstenschule. An der Immanuel-Kant-Schule (29 freie Plätze) und an der Klaus-Groth-Schule (25) gibt es noch reichlich freie Plätze.

Bei den Gemeinschaftsschulen gibt es mit 54 Restplätzen an der Freiherr-vom-Stein-Schule noch deutlich Luft. Stadtrat und Schuldezernent Günter Humpe-Waßmuth nannte auch die Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld, wo es noch 24 freie Plätze gibt. „Die Eltern wissen um bauliche Schwierigkeiten. Eltern aus dem Umland halten sich zurück, weil dort eine Baustelle droht“, sagte Humpe-Waßmuth.

Die beliebtesten Schulen:

Gemeinschaftsschulen:

 Freiherr-vom-Stein-Schule: 38 Anmeldungen, Kapazität 98, Aufnahme (nach Zweitwunsch) 44, Restplätze 54.

 Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld: 36 Anmeldungen, Kapazität 66, Aufnahme (nach Zweitwunsch) 42, Restplätze 24.

 Hans-Böckler-Schule: 54 Anmeldungen, Kapazität 72, Aufnahme (nach Zweitwunsch) 64, Restplätze 8.

 Wilhelm-Tanck-Schule: 39 Anmeldungen, Kapazität 72, Aufnahme (nach Zweitwunsch) 57, Restplätze 15.

 Gemeinschaftsschule Faldera: 111 Anmeldungen, Kapazität 92, Aufnahme  92, Restplätze 0.

 Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld: 173 Anmeldungen, Kapazität 144, Aufnahme  144, Restplätze 0.

Gymnasien:

Alexander-von-Humboldt-Schule: 136 Anmeldungen, Kapazität 136, Aufnahme  136, Restplätze 0.

 Immanuel-Kant-Schule: 86 Anmeldungen, Kapazität 116, Aufnahme (nach Zweitwunsch) 87, Restplätze 29.

 Holstenschule: 111 Anmeldungen, Kapazität 116, Aufnahme (nach Zweitwunsch) 116, Restplätze 0.

 Klaus-Groth-Schule: 90 Anmeldungen, Kapazität 116, Aufnahme (nach Zweitwunsch) 91, Restplätze 25.

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