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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 18:51 Uhr

Anschub für zweite Betreuungsgruppe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kroschke-Stiftung fördert zum zweiten Mal die Kinder psychisch kranker Eltern.

von
erstellt am 15.Jan.2014 | 15:15 Uhr

Sie kämpfen mit Schuldgefühlen, schmeißen den Haushalt zuhause oft ganz allein und werden nicht selten von Schulkameraden auch noch gehänselt: Die Kinder von psychisch kranken Eltern stehen gleich mehrfach unter massivem Druck.

Seit 2010 gibt es in Neumünster eine Einrichtung, die ihnen hilft, mit ihrer Lage besser klarzukommen. Von der Brücke Neumünster initiiert und vom Kinderschutzbund unterstützt, treffen sich in zwei kleinen Gruppen mittlerweile zwölf betroffene Jungen und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren, um sich auszutauschen und gegenseitig den Rücken zu stärken. Unterstützt und angeleitet werden sie dabei von zwei erfahrenen Sozialpädagogen und Jugendpsychologen.

Das kostet Geld: Um die wertvolle Arbeit abzusichern hat sich die Ahrensburger Kroschke-Stiftung jetzt ein weiteres Mal entschlossen, die Neumünsteraner Initiative maßgeblich zu unterstützen: Rund 7000 Euro sollen helfen, den Fortbestand der zweiten Gruppe zumindest im ersten Jahr ihres Bestehens abzusichern. Bereits 2010 in der Aufbauphase gab die Stiftung rund 10 000 Euro dazu. Die Brücke als Träger der Initiative bemüht sich derzeit in Gesprächen mit der Stadt um eine dauerhafte Anschlussfinanzierung. Dennoch wird das Projekt auch weiterhin auf Sponsoren angewiesen sein. Immerhin acht namhafte Institutionen und Stiftungen haben sich bislang engagiert.

Angespornt wurden sie vielleicht auch dadurch, dass das landesweit bisher einmalige Konzept durchaus Früchte trägt: „Die Kinder, die sich bis zu 20 Mal im Halbjahr begegnen, gewinnen spürbar an Selbstsicherheit. Nicht selten verbessern sich ihre schulischen Leistungen deutlich“, unterstreicht Brücke-Mitarbeiter Ralf Witte, der eine der Kleingruppen betreut. Bereits die Erfahrung, dass sie mit ihrer Situation nicht allein stehen, gebe den Kindern Kraft, sagt der Sozial-Pädagoge.

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