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Terroranschlag : Anschlag in Istanbul: „Wir trauern mit den Familien“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Anschlag ist Gesprächsthema Nummer 1 in der Türkischen Gemeinde

Neumünster | Der Terroranschlag in Istanbul, bei dem zehn deutsche Touristen starben, ist auch in der Türkischen Gemeinde in der Stadt Gesprächsthema Nummer 1. „Ich bin sprachlos, dass so etwas passiert ist. Wir alle trauern mit den Familien der Opfer. In den Freitagsgebeten wird sicher ein Fürgebet für die Opfer gesprochen“, sagt Tufan Kiroglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Neumünster. Er und viele andere sind erschüttert über das Geschehen, über das in den türkischen Zeitungen mit riesigen Schlagzeilen berichtet wird.

„Ziel ist die Türkei“ titelt die regierungsnahe „Sabah“, „Weglaufen hat sie gerettet“ zeigt „Hürriyet“ eine Reiseführerin am Tag danach. Gestern zitiert „Sabah“ den Innenminister Thomas de Mazière: „Gehen Sie ruhig in die Türkei“, „Hürriyet“ zeigt die Opfer: „Mit Istanbul-Liebe gestorben“. „Terror hat keine Logik“, sagt Kiroglu. Man habe gezielt Touristen ins Visier genommen, um den Menschen Angst zu machen und den inneren Frieden zu stören, sagt der 66-Jährige, der wie die Berichte beider Zeitungen auch mutmaßt, dass IS-Terroristen hinter dem Anschlag stecken. Jetzt müssten alle Parteien in der Türkei und auch europaweit gegen den Terror zusammenhalten, denn „Terror kann überall passieren“.

Die Türkische Gemeinde und türkische Vereine planten eigentlich aktuell einen gemeinsamen friedlichen Protest gegen den Terror, so Kiroglu. Er sei aber jetzt auf nächste Woche verschoben worden, damit es im Vorfeld der Demonstrationen gegen Flüchtlinge und des Bündnisses gegen Rechts am Sonnabend nicht noch unruhiger werde. Kiroglu: „Wir müssen mutig bleiben und ein Zeichen setzen.“

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