zur Navigation springen

Walther-Lehmkuhl-Schule : Anschauungsunterricht in der TEV

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Walther-Lehmkuhl-Schüler des neuen Profilfachs Umwelttechnik besuchten das Kraftwerk der Stadtwerke an der Bismarckstraße

von
erstellt am 14.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Mit seinem Profilfach Umwelttechnik ist das Berufliche Gymnasium der Walther-Lehmkuhl-Schule Vorreiter im Land. Für ein Projekt zu CO2-Emittenten holten sich die 19 Schüler gestern praktischen Anschauungsunterricht in der Thermischen-Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) der Stadtwerke.

Martin Möllers und Heinz Storm erläuterten den 19 Schülern des 11. Jahrgangs dort die Funktionsweise des mit Ersatzbrennstoff aus der Mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage in Wittorferfeld betriebenen Heizkraftwerks und seinen Beitrag zum Klimaschutz. Ausgefeilte Umwelttechnik in der Praxis – und damit genau so innovativ wie das neue Schulprofil. „Es bündelt als Querschnittfach Erkenntnisse etwa aus der Elektro-und Verfahrenstechnik, dem Maschinenbau und der Chemie“, sagte der Koordinator des Beruflichen Gymnasiums, Hans Neuwerk.

Jörn Krüger von der Schulaufsicht im Bildungsministerium hofft, dass es gelingt, schon Schüler für die Wissenschaften und Ingenieurberufe zu begeistern. Bei den Lehmkuhl-Schülern rannte er damit offene Türen ein. „Ich interessiere mich für Technik“, sagte Neele Ballnat. Die 16-Jährige ist allerdings – noch – einzige Schülerin im vom männlichen Geschlecht dominierten Profil. Sie will aber erst nach dem Abi in zweieinhalb Jahren entscheiden, ob eine technische Fachrichtung auch für ein Studium in Frage kommt.

Für Alexander Gross (21) ist das schon jetzt klar. „Die Themen erneuerbare Energien und Windkraft sind im Kommen. Ich möchte in Richtung Offshoretechnik an der FH studieren“, sagte er. Lehrer Volker Neitzel kann seine Schützlinge nur dazu ermutigen. Bonuspunkte fürs Studium gibt es zwar noch nicht. „Aber die Studienchancen erhöhen sich. Haben die Schüler erstmal ihr Abi mit diesem Profil in der Tasche, haben sie einen Vorsprung vor anderen Studenten“, sagte Neitzel. Die Berufsaussichten seien ausgezeichnet.

Die CO2-Messwerte aus der TEV werden die Walther-Lehmkuhl-Schüler noch mit anderen Messproben vergleichen. Als Vergleichswerte dienen unter anderem die Abgase der schuleigenen Lkw und Pkw sowie die Luft eines Klassenraums nach einem achtstündigen Unterrichtstag.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen