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Bombenalarm : Anonymer Anrufer stoppte Diskobetrieb

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Polizei ließ am frühen Sonnabendmorgen das Orange Blue an der Wrangelstraße räumen. Erst nach einer Stunde durften die Gäste zurück auf die Tanzfläche

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erstellt am 07.Sep.2015 | 08:15 Uhr

Neumünster | Ein anonymer Anrufer hat am frühen Sonnabendmorgen den Tanzbetrieb in der Diskothek Orange Blue an der Wrangelstraße für eine eine gute Stunde lahmgelegt. Der Mann hatte gegen 4.15 Uhr in der Disko angerufen und angegeben, dass in dem Tanzpalast eine Bombe versteckt sei. Das Management alarmierte die Polizei. Die Polizei nahm den Anrufer ernst und ließ das Orange Blue kurzfristig räumen, um die Räumlichkeiten zu durchsuchen. Die Suche blieb aber ohne Ergebnis.

„Plötzlich ging die Musik aus und der DJ forderte uns auf, das Gebäude zu verlassen“, erinnert sich Disko-Besucherin Viktoria Lück (22) an den Polizeieinsatz. Mehrere 100 Menschen suchten daraufhin die Ausgänge des Gebäudes auf. „Das ging alles recht gesittet ab“, beschrieb die Augenzeugin gestern gegenüber dem Courier die Situation. Die meisten Besucher hätten offenbar keine Gefahr gesehen, seien den drängelnden Aufforderungen der Ordner aber dennoch ohne Murren nachgekommen. „Da war nichts von Panik“, sagte die Disko-Gängerin. Sie selbst habe erst von einem befreundeten Ordner am Ausgang von der angeblichen Bombendrohung erfahren, sie aber selber auch nicht ernst genommen, räumte die Augenzeugin ein. Das einzig Ärgerliche sei gewesen, dass vor den Türen nur fünf Taxis warteten, aber gleichzeitig mehrere Dutzend Leute nach Hause oder woanders hin wollten.

Die Polizei – mit vier Streifenwagenbesatzungen vor Ort – hatte einen Spürhund aus Kiel angefordert, um die angebliche Bombe im evakuierten ehemaligen Fabrikgebäude aufzuspüren. Auch nach gut halbstündiger Fahndung konnte der Hund aber nichts erschnüffeln. Die Polizei gab das Gebäude daraufhin gegen 5.10 Uhr für den Tanzbetrieb wieder frei.

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