Wattenbek : Annika stellt ihr eigenes Spiel vor

Klaus Burmester spielt mit Aik (9, links) und Laura (9) das von ihm entwickelte Spiel „Qango“.
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Klaus Burmester spielt mit Aik (9, links) und Laura (9) das von ihm entwickelte Spiel „Qango“.

300 Besucher waren beim vierten Wattenbeker Spieletag dabei.

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13. März 2018, 11:09 Uhr

Wattenbek | Stolz präsentierte Annika Hamann (13) aus Molfsee das von ihr erfundene Spiel „Miau Miau Katzenklau“, das 2017 bereits in der zweiten weiterentwickelten Auflage im Qango-Verlag erschienen ist. Sie ist eine der vier Spieleentwickler, die am Sonntag etwa 300 Teilnehmern ihre Gesellschaftsspiele auf dem vierten Wattenbeker Familienspieletag vorstellten.

Die Sport- und Mehrzweckhalle der Lindenschule in Bordesholm war bereits am Vormittag mit zahlreichen Kindern und Erwachsenen gefüllt, die Karten oder Spielsteine legten, würfelten, konzentriert wetteiferten oder miteinander plaudernd Kuchen aßen.

In diesem Jahr hatten die Besucher zudem die Möglichkeit, sich einige bereits veröffentlichte Gesellschaftsspiele von den Entwicklern Klaus Burmester, Andrea Boennen, Dirk Holdorf und Annika Hamann persönlich beibringen zu lassen, ihnen Fragen zu stellen und gemeinsam mit ihnen zu spielen. Auch Prototypen, die noch in der Entwicklungsphase stecken, wurden bei dieser Gelegenheit getestet.

Für die 13-jährige Annika Hamann war es damals eine große Überraschung, als sie einen Anruf von Klaus Burmester erhielt, der ihre Spielidee auf den Markt bringen wollte. „Ich hatte Klaus auf dem Kieler Spieletag kennengelernt, wo ich an unterschiedlichen Mitspielern getestet habe, ob mein Spiel funktioniert“, so die Siebtklässlerin. „Miau Miau Katzenklau sollte eigentlich eine Geburtstagsüberraschung für den Freund meiner Mutter werden. Ich wusste sofort, dass es etwas mit Katzen sein musste, weil er ein absoluter Katzenfan ist“, berichtete sie weiter. Als Annika ihre Spielidee in ersten Zeichnungen und Notizen zu Papier brachte, war sie zehn Jahre alt. In der Zusammenarbeit mit dem Verlagsinhaber Klaus Burmester erhielt das Kartenspiel nach und nach seine endgültige Form.

Organisiert und betreut wurde die Veranstaltung von den Mitgliedern des Wattenbeker Spieletreffs. Zwölf von ihnen hatten sich als „Spieleerklärer“ an Gruppentischen in der Halle verteilt, um den Besuchern die unterschiedlichsten Brett-, Karten- und Würfelspiele vorzustellen. „Es geht uns darum, den Menschen das Gesellschaftsspiel wieder näher zu bringen und Interesse dafür zu wecken“, berichtete Rainer Knöbel. Auch er selbst setzte bereits seine eigenen Spielideen um. „Ursprünglich hatte ich den Wattenbeker Spieletreff ins Leben gerufen, um meine Erfindungen an den Mitspielern zu testen“, erzählte er. Inzwischen treffen sich an jedem zweiten Sonnabend im Monat 25 bis 50 Spieler im Schalthaus in Wattenbek.

Zusätzlich zu den Spielangeboten in der Mehrzweckhalle konnten auf dem im Nebenraum aufgebauten Bring-&-Buy-Flohmarkt viele gebrauchte Gesellschaftsspiele erworben werden. Wer etwas Glück mitbrachte, hatte die Möglichkeit, weitere Spiele bei der Tombola zu gewinnen. Außerdem fanden im Laufe des Tages ein Qwixx- Turnier (Würfelspiel) und ein Qango-Turnier (Strategiespiel) statt.

Der Wattenbeker Familienspieletag hat gezeigt, dass dies auch heute noch ohne Spielekonsole, Tablet oder Smartphone möglich ist.


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