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Annemarie Grosch: Kämpferin, Reformerin und Pastorin

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erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Annemarie Grosch wurde 1914 in Freiburg geboren. Wegbegleiter beschreiben sie als kämpferische und fordernde Persönlichkeit - Eigenschaften, die sich in ihrem Lebenslauf widerspiegeln. Mit 26 Jahren legte sie 1940 ihr zweites theologisches Examen in Berlin ab - illegal, denn Frauen war dieser Schritt im Dritten Reich verwehrt. Während der NS-Zeit war sie zudem im Widerstand der Bekennenden Kirche aktiv.

Nach dem Krieg blieb die verwitwete Vikarin einige Zeit in Berlin, kam 1953 nach Neumünster. Bis 1977 prägte sie von da an als Leiterin des Frauenwerks der Schleswig-Holsteinischen und später der Nordelbischen Kirche die Frauenarbeit. Sie hinterfragte männliche Strukturen in ihrer Kirche und eckte damit auch an. Erfolg hatte sie trotzdem: "Sie hat beispielsweise maßgeblich daran mitgewirkt, dass sich ordinierte Frauen Pastorinnen nennen durften", erläutert Susanne Sengstock, Vorstandssprecherin der Annemarie-Grosch-Stiftung. Darüber hinaus habe die Pastorin Wert darauf gelegt, über die Kirche hinaus zu wirken und gesellschaftlich relevante Themen anzupacken, etwa die Bildung von Frauen und die Stärkung von Frauenrechten. Diese Bemühungen dauern auch nach ihrem Tod im 2005 weiter an. Annemarie Groschs Nachlass wurde in eine Stiftung überführt, die heute weltweit Projekte zur Förderung und Bildung von Frauen unterstützt.

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