zur Navigation springen

Bordesholm : „Anna von B.“: Jetzt laufen die Proben auf Hochtouren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unter der Regie der Schauspielerin Birgit Bockmann wird es zwei weitere Aufführungen des Schauspiels „Anna von B.“ in der Klosterkirche geben.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Bordesholm | Unter der Regie der Schauspielerin Birgit Bockmann wird es zwei weitere Aufführungen des Schauspiels „Anna von B.“ in der Klosterkirche geben. Die Proben für eine Neuauflage des Stücks am Sonnabend, 20. September, um 19 Uhr und am Sonntag, 21. September, um 17 Uhr, haben am Montagabend in der Mehrzweckhalle der Lindenschule begonnen.

Erstmals war das Stück vor sechs Jahren mit großem Erfolg aufgeführt worden. Diesmal werden 21 von ehemals 24 Darstellern wieder auf der Bühne stehen. Birgit Bockmann hat ihnen tägliche Proben verordnet. Statt volle zwei Stunden wie in der Ursprungsfassung hat Birgit Bockmann das Stück über das Leben und Sterben der Herzogin jedoch um 15 Minuten gekürzt.

Herzogin Anna von Brandenburg gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten, die in der Bordesholmer Stiftskirche begraben liegen. In diesem Jahr erinnert der Kultur- und Verschönerungsverein Bordesholmer Land (KVBL) in Zusammenarbeit mit der Klosterkirchengemeinde an den 500. Todestag der Herzogin mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, an deren Ende die Theateraufführungen stehen werden. Das volle Programm kann unter www.kulturverein.bordesholmer-land.de eingesehen werden.

Herzogin Anna von Brandenburg wurde 1487 geboren. Mit noch nicht einmal 15 Jahren wurde sie mit Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf, der später als Friedrich I. König von Dänemark wurde, verheiratet. Sie residierte bis zu ihrem frühen Tode im Alter von 27 Jahren auf Schloss Gottorf in Schleswig. Anna bekam dort zwei Kinder, 1503 den späteren dänischen König Christian III. und 1504 die Tochter Dorothea. Die kurz aufeinander folgenden Schwangerschaften schwächten Anna so sehr, dass sie sich nicht mehr richtig erholte.

Anna taucht zwar kaum in den Geschichtsbüchern auf, aber dem Schriftwechsel mit ihrem Mann und ihren Verwandten kann eine enge Verbundenheit zu Land und Leuten entnommen werden. Ein beeindruckendes Bronzefreigrab in der Klosterkirche erinnert an die Herzogin und ihren Ehemann, der jedoch im Schleswiger Dom seine letzte Ruhestätte fand.

Eintrittskarten für die Theateraufführung sind bereits im Vorverkauf über den KVBL-Vorsitzenden Reinhard Koglin unter Tel. 04322 / 69 19 14 sowie in der Ahlmannschen Buchhandlung in Bordesholm (Tel. 04322 / 4311) erhältlich. Die ersten Karten haben sich schon Mitglieder der Freundeskreises Schloss Gottorf gesichert.

„Ein Spendenaufkommen von 20 800 Euro aus der Bordesholmer Region machte die Veranstaltungsreihe möglich. Das noch fehlende Geld von rund 8000 Euro für die aufwändige Produktion muss durch die Eintrittsgelder erwirtschaftet werden. Ich bin sicher, dass es klappen wird“, sagte Reinhard Koglin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen