Anlieger wollen neue Laternen nicht bezahlen

23-12990414_23-55968518_1382712333.JPG von
21. Dezember 2014, 14:37 Uhr

Die Stadt will an der Tungendorfer Straße die Straßenbeleuchtung erneuern – und die Anlieger an den Kosten beteiligen. Das kam am Mittwoch im Stadtteilbeirat nicht gut an. 19  000 Euro soll die Maßnahme kosten.

Die Lampen seien noch gar nicht so alt; es reiche doch, die Köpfe statt der kompletten Laternen auszutauschen, kritisierten Zuhörer. Vom „Ausbeuten der Bürger“ war die Rede. Und: Man könne sich von der Stadt nicht alles bieten lassen. Grünflächen-Abteilungsleiter Heiner Feilke war zwar wegen des Themas Helmut-Loose-Platz im Beirat, verwahrte sich aber gegen den Denkansatz, die Stadt beute ihre Bürger aus. „Möglicherweise sind die alten Masten nicht für die neuen LED-Leuchten geeignet. Die Stadt will Ressourcen schonen“, sagte Feilke und versprach, die Kritik weiterzuleiten.

Beiratsmitglied und FDP-Ratsherr Reinhard Ruge meldete dennoch Zweifel an. „Für die Anlieger verbessert sich qualitativ nichts. Da war vorher schon eine Straßenbeleuchtung, jetzt soll wieder eine hin. Die Kosten dürften eigentlich nicht umgelegt werden“, sagte er. Lothar Wegerich kritisierte, dass die Straßenbäume einst direkt vor die Laternen gepflanzt wurden und diese abschatteten. Seite 8

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen