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Frankenstrasse: : Anlieger fürchten hohe Baukosten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

SPD verweist auf Neubewertung im Straßenkataster. Fraktionen wollen auf mehr Transparenz und frühzeitige Infos für Anlieger drängen.

von
erstellt am 30.Jun.2016 | 08:30 Uhr

Neumünster | Noch ist kein Stein verlegt, aber der geplante Ausbau der Frankenstraße lässt bei den Anliegern schon jetzt die Emotionen überkochen. Nicht ohne Grund: Bleibt es bei den derzeitigen Planungen der Stadt, sollen sie den Löwenanteil der Ausbaukosten von derzeit geschätzten 700 000 Euro aus ihrer Tasche zahlen.

Als Anliegerstraße eingestuft, können Kosten für den Neubau der Straße nach der geltenden Satzung der Stadt zu 85 Prozent auf die Anlieger umgelegt werden. Eine erdrückende Last, wie viele meinen, die sich von der Stadt überrumpelt fühlen.

Um ihre Sicht der Dinge kundzutun, marschierten rund 30 Anlieger am Dienstagabend im Hauptausschuss auf, nur um von Ausschusschef Gerd Kühl (CDU) gleich zu Beginn der Sitzung ausgebremst zu werden. Eine inhaltliche Diskussion mit den Anliegern wollte Kühl nicht zulassen, er vertröstete auf die Sitzung des Stadtteilbeirates am Mittwochabend – und bot Gespräche mit den Ratsfraktionen an.

Immerhin zwei Botschaften konnten die Anlieger dann doch aus dem Hauptausschuss mitnehmen: So zeigte Kühl durchaus Verständnis für den Wunsch der Anlieger, möglichst frühzeitig über die genauen finanziellen Folgen unterrichtet zu werden. Die Parteien seien sich hier weitgehend einig und wollten über die Stadtteilbeiräte und die Fraktionen mehr Druck manchen. Die Bauverwaltung sollte künftig möglichst frühzeitig und wirklichkeitsnah abbilden, wann welche Kosten auf die Anlieger zukommen, versprach Kühl.

Franka Dannheiser (SPD) ging noch einen Schritt weiter. Sie versprach, sich dafür einzusetzen, die Rechnungsstellung für den Ausbau der Frankenstraße solange zurückzustellen, bis die Stadt die angemahnte Überprüfung der Straßenklassifizierung abgeschlossen habe. Nach Einschätzung der SPD-Frau ist die Frankenstraße nicht wie derzeit von der Stadt eingestuft als Anliegerstraße, sondern als Durchfahrtsstraße zu werten. Für die Anlieger würde das einen entscheidenden Unterschied machen: Bei Durchfahrtsstraßen würden die Ausbaukosten zur Hälfte von der Kommune getragen.

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