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Wahlstedt/Kiel : Angeklagter glaubte nicht, dass Lebensgefahr besteht

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Wahlstedter muss sich vor dem Kieler Landgericht verantworten. Er soll seinen Nachbarn übel zugerichtet haben: Der Mann starb.

Wahlstedt | Wegen eines tödlichen Nachbarschaftsstreits muss sich ein 53-Jähriger aus Wahlstedt vor dem Kieler Landgericht verantworten. Gestern war der erste Verhandlungstag.

Der Mann soll im März seinen 49 Jahre alten Nachbarn nach einem Trinkgelage im Streit mit Schlägen und Tritten lebensgefährlich verletzt und dann liegengelassen haben. Laut Anklage rastete er aus, weil der 49-Jährige ihn am Verlassen der Wohnung gehindert und unsittlich berührt haben soll.

Da die Todesursache unklar ist, lautet die Anklage auf versuchten Totschlag. So ist nicht eindeutig geklärt, ob die massiven Verletzungen, der schwere Alkoholmissbrauch des Opfers oder beides zum Tod führten. Der 49-Jährige hatte 4,2 Promille Alkohol im Blut.

Der Angeklagte äußerte sich vor Gericht nicht selbst. Sein Verteidiger betonte, der 53-Jährige habe nicht geglaubt, dass die Verletzungen lebensgefährlich sein könnten. Der Mann hatte seinen Nachbarn nach den Schlägen liegenlassen und war noch in eine Kneipe gegangen. Er will ihn erst tot aufgefunden haben, als er zurückkam. 

Das 49-jährige Opfer war laut Anklage brutal zugerichtet: Gesicht und Augen waren völlig geschwollen, Gesichtsknochen und die Rippen auf beiden Seiten gebrochen.

Das Urteil in diesem Fall wird am 5. Dezember erwartet. 

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erstellt am 13.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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