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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 22:14 Uhr

Faldera : Angebote etablieren sich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Begegnungszentrum feierte Einjähriges / Guter Zulauf zu verschiedenen Treffs und Kursen / Mehr Unterstützung von der Stadt gewünscht

Neumünster | Auf seiner Bacigalupo-Drehorgel verkündete Robert Neumann das Motto des Tages: Mit dem Instrument aus dem Fundus von „Drehorgel-König“ Klaus Bracker spielte er „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ – denn das Begegnungszentrum Faldera in den Räumen der ehemaligen St. Bartholomäus-Kirchengemeinde am Wernershagener Weg 41 feierte gestern das einjährige Bestehen.

Mit viel Musik vom Eisenbahn-Männerchor und lustigen Volksliedern wie „Dat Du mien Leevsten bist“ oder den „Nordseewellen“ der „Brücken-Sänger“ wurde der Geburtstag gefeiert. Mit „La Paloma“, „Schneewalzer“ und „Wiener Praterleben“ sowie lustigen Anekdötchen sorgte Neumann für gute Stimmung. Es gab Erbsensuppe, Kuchen und Kaffee, grüppchenweise ging es durch den Falderapark und durch das Familienzentrum. Über 100 Menschen, vor allem Ältere, kamen, um mitzufeiern.

Auch Kommunalpolitiker schauten vorbei. Dorothea Jahner hatte damals als Mitglied des Seniorenbeirats für das Begegnungszentrum gekämpft: „Die Senioren aus Faldera brauchen eine Möglichkeit, sich zu treffen. Auch aus angrenzenden Stadtteilen können sie hierher kommen.“ Der vorherige Seniorentreff an der Schleswiger Straße war einer Kinderkrippe gewichen (der Courier berichtete); nach vielen Diskussionen wurde das Zentrum beschlossen; die Stadt zahlt die Miete. „Das Gebäude hätte sonst leer gestanden. In Faldera gibt es sowieso zu wenig. Die Senioren wollen keine weiten Wege, viele wohnen Jahrzehnte hier, und direkt vor der Tür ist eine Bushaltestelle“, sagte Wilfried Gripp vom Stadtteilbeirat.

Inzwischen gibt es diverse, gut angenommene Angebote: Ein Zeichen-Treff „nach Lust und Laune“, die Mittwoch-Spaziergänger, ein Klönschnack für demenziell Erkrankte und ihre Angehörige, ein Bewegungstreff „Aktiv 70 plus“, ein Näh-Treff und Singen in geselliger Runde. Elke Kuchler vom Seniorenbüro wurde als Leiterin und Koordinatorin des Zentrums eingestellt. Sie und Seniorenbüro-Leiterin Romi Wietzke zogen eine positive Bilanz. „Die Angebote haben sich etabliert. Das Projekt wächst langsam und stetig.“ Viele ältere Menschen seien hier teils jahrzehntelang verwurzelt und bräuchten stadtteilnahe Angebote. Es sei wichtig, die Älteren zu aktivieren und so einer Vereinsamung entgegenzuwirken. Eine Befragung der Haushalte in Hinsicht auf noch fehlende Angebote sei geplant.

Mit bei der Feier waren auch Hannelore Althoff, die den Nähtreff leitet, und ihr Mann Manfred, der für die Spaziergruppe zuständig ist: „Wir wünschen uns mehr Unterstützung von der Stadt. Für Ältere wird zu wenig gemacht. Ein Auto, mit dem wir Senioren zu Ausflügen fahren und ihnen so Abwechslung bringen könnten, wäre schön.“

Gesucht werden weiterhin Ehrenamtliche. Sie können sich bei Elke Kuchler, Tel. 2 69 23 13 oder dienstags von 14 bis 17 Uhr melden.

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erstellt am 22.Apr.2017 | 07:00 Uhr

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