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Tungendorf : Andreaskirche baut ihr „Haus an der Straße“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Für 800 000 Euro entstehen an der Wilhelminenstraße ein neues Gemeinde- und Pfarrbüro mit zwei Wohnungen und einer Physiotherapiepraxis.

Neumünster | Die Baugrube ist ausgehoben, heute kommt der Beton für das Kellerfundament: Die Andreaskirchengemeinde baut an der Wilhelminenstraße direkt am Stich zur Kirche hin ihr „Haus an der Straße“.

„Das war der Arbeitstitel, aber wir haben keinen besseren Namen gefunden“, sagte Wolfgang Eichler, der gestern gemeinsam mit seinem Kirchenvorstandskollegen Calle Ravn, den Pastoren Sven Waernk und Christian Grabbet sowie Generalplaner Oliver Böge die Pläne vorstellte.

Auf 20 mal 11 Metern Grundfläche entsteht ein Bau, der sich mit seinem Verblendstein am Rot des Kirchenbaus orientiert und auf zwei Ebenen rund 450 Quadratmeter Nutzfläche umfassen wird. „Im Haus werden das Gemeinde- und Pfarrbüro angesiedelt“, erläuterte Pastor Sven Warnk. Die Kellerraumhöhe ist mit 2,60 Metern sehr großzügig gewählt, damit der fast 60 Quadratmeter große Gruppenraum dort auch vielfältig nutzbar ist. Im Erdgeschoss entsteht ein Raum, der durch Mobilwände von 28 auf rund 50 Quadratmeter erweiterbar ist.

„Das Gemeindebüro soll sehr einladend sein – wie ein Einkaufsladen mit großen Schaufenstern, alles sehr offen und transparent“, sagte Warnk. Man wolle so auch „Tungendorf räumlich ein Stück entgegen kommen“. Die Andreaskirche selbst wurde 1963 im Hinterland und etwas versteckt gebaut. „Jetzt werden wir durch den Neubau wieder sichtbarer Teil des Stadtteilzentrums Helmut-Loose-Platz“, sagte Warnk. Diesen Aspekt soll auch eine Terrasse zur Wilhelminenstraße hin unterstreichen.

Welche seelsorgerischen und diakonischen Beratungsangebote in den Gruppenräumen stattfinden sollen, ist noch offen. „Wir sind damit aber keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum Angebot im Mehrgenerationenhaus Volkshaus“, sagte Eichler.

800  000 Euro investiert die Gemeinde in ihr Bauprojekt. Finanziert wird es mit einem zinsgünstigen 300  000-Euro-Darlehen der Evangelischen Bank, Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (200  000 Euro), Eigenmitteln von 180  000 Euro und einem Zuschuss des Kirchenkreises von 70  000 Euro. „Den Rest hoffen wir durch Spenden aufbringen zu können“, so Ravn. Schließlich soll sich der Bau durch Mieteinnahmen selbst tragen, betonte Pastor Grabbet. Im Gebäude sind nämlich auch zwei Mietwohnungen und eine Physiotherapiepraxis vorgesehen.

Schon vor fünf Jahren, als die Ärzte in Tungendorf ein neues Domizil suchten, gab es erste Planungen für ein Ärztehaus, in dem auch die Kirche Räume nutzen wollte. Die Stadt signalisierte damals aber, dass ein so massiver Bau wie angedacht nicht genehmigungsfähig sei. Das Ärztehaus entstand in der Volksbank-Filiale.

Die Gewerke sind ausgeschrieben. Ravn: „Bauen werden Firmen aus Neumünster. „Auch das war uns wichtig“, sagte Sven Warnk. Die Grundsteinlegung ist für den 7. Juli, die Fertigstellung für Dezember geplant. „Im Januar 2017 wollen wir einziehen“, sagte Pastor Sven Warnk.

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erstellt am 07.Jun.2016 | 15:00 Uhr

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