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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 15:35 Uhr

Konzert : Andreas Kümmert trifft ins Herz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

240 Konzertbesucher feierten den „Rocket Man“ im Alten Stahlwerk. Das Zusatzkonzert im Mai ist schon fast ausverkauft.

Neumünster | Die Fernsehwettbewerbe „The Voice of Germany“ und „Eurovision Song Contest“ machten Andreas Kümmert zum Star, der er wohl so nicht sein wollte – und vielleicht auch nicht sein sollte. Denn auf seiner Club-Tour durch Deutschland bewies der Rockbarde am Freitag im Hotel Altes Stahlwerk, dass das kleine „Wohnzimmerformat“ zu seiner Persönlichkeit und musikalischen Authentizität weitaus besser passt als eine bombastische Showproduktion. Der mit 240 Besuchern rappelvolle Saal feierte den Franken jedenfalls bereits nach den ersten vier Takten seiner Eigenkomposition „Simple Man“ frenetisch. Die Zuhörer standen auf und applaudierten.

Dabei hatte der 30-Jährige gemeinsam mit seinem Keyboarder Sebastian Bach die Bühne zuvor mit der augenzwinkernden Bemerkung betreten, dass sie sich als Duo „Les Miserables“ („Sebastian ist Les, ich bin miserabel“) die größte Mühe geben. Und der Charme seiner unaufgeregten, sympathischen Art bestimmten denn auch die Atmosphäre des Konzerts, das Kümmert sparsam, aber durchaus mit Witz moderierte. Im Gepäck hatte der stimmgewaltige Musiker, der der Rock- und Soulmusik der 60er- und 70er-Jahre verbunden ist, überwiegend Lieder aus seiner neuen CD „Recovery Case“. Dabei wechselten sich mit „Falling“ und „Reflection“ gefühlvolle Balladen mit rockigen Titeln wie „One Day“ ab. Lautstarken Applaus gab es jedoch ebenso für seine Komposition „Lonesome but free“, in der er seine negativen Erfahrungen nach seiner spontanen Absage an den europäischen
Sängerwettstreit im März 2015 verarbeitete.

Andreas Kümmerts Musik ist in bestem Sinne handgemacht. Und er
trägt sie ohne jede Eitelkeit, emotional und selbstbewusst vor. Dabei gelingt es ihm, sein Publikum im Herzen zu berühren und in seine Gefühle einzubinden. „Andreas Kümmert macht sein Ding. Und das ist gut so. Bravo!“, lautete denn auch unter anderem das begeisterte Urteil der Boostedterin Heinke Karow in der Pause.

Am Ende des Abends zeigte der geradezu euphorische Beifall, dass alle Zuhörer mit dem guten Gefühl, einen großartigen Abend mit einem außergewöhnlichen „Rocket Man“ erlebt zu haben, nach Hause gingen. Ebenfalls praktisch ausverkauft ist deshalb auch das Zusatzkonzert, das Andreas Kümmert am 20. Mai noch einmal nach Neumünster führen wird.  

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