Neues Biotop : An der Schwale werden Teiche angelegt

Ein kleiner bestehender Tümpel am Bahndamm wird ausgebaggert und vergrößert, ein weiterer neuer Teich soll auf dem Gelände hinter dem Möbelhaus Poco Domäne (hinten rechts) entstehen. Stephanie Langer von der Bodenbehörde und Matthias Trauzold von der Naturschutzbehörde begleiten das Projekt.
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Ein kleiner bestehender Tümpel am Bahndamm wird ausgebaggert und vergrößert, ein weiterer neuer Teich soll auf dem Gelände hinter dem Möbelhaus Poco Domäne (hinten rechts) entstehen. Stephanie Langer von der Bodenbehörde und Matthias Trauzold von der Naturschutzbehörde begleiten das Projekt.

Stadt baut hinter der Wrangelstraße einen neuen Lebensraum nicht nur für Amphibien mit heimischen Stauden und Kräutern auf

shz.de von
13. Februar 2014, 17:00 Uhr

Auf der städtischen Grünfläche zwischen Schwale und Bahn am Ende der Wrangelstraße rollt seit gestern der Bagger. Voraussichtlich bis Ende kommender Woche legt ein Sarlhusener Lohnunternehmen im Auftrag der Stadt hier ein sogenanntes Trittstein-Biotop im Biotop-Verbundnetz Neumünsters an. Darin entstehen auch zwei neue, jeweils rund 250 Quadratmeter große und 1,50 Meter tiefe Teiche.

„Ein bestehender Tümpel wird ausgebaggert und erweitert, die zweite Wasserfläche komplett neu ausgehoben“, sagt Matthias Trauzold von der unteren Naturschutzbehörde. Er begleitet gemeinsam mit Stephanie Langer, Geologin aus der unteren Bodenschutzbehörde, das Projekt. Außerdem sollen auf dem insgesamt rund 1,5 Hektar großen Gelände heimische Stauden und Kräuter angesät werden. „Das Saatgut stammt aus Schleswig-Holstein. Wir wollen damit dazu beitragen, dass sich die genetisch heimischen Pflanzen weiter entwickeln können“, sagt Trauzold.

Der neue Lebensraum soll vor allem Amphibien wie Erdkröten oder Laubfrösche ansprechen, aber auch Heimat von Insekten, Wasser- und Singvögeln werden. Rehe und Wildschweine könnten zu gern gesehenen Gästen werden.

Bisher war ein Großteil des Geländes Wiese, die zweimal im Jahr von Mitarbeitern des Technischen Betriebszentrums gemäht wurde. Spaziergänger nutzen die Fläche auch zum Hundeauslauf. „Das sehen wir zwar nicht so gerne, aber da drücken wir beide Augen zu. Irgendwo müssen Hunde ja auch laufen dürfen“, sagt Trauzold. Seinen Angaben zufolge kostet die Stadt das Projekt „keine 10 000 Euro“.

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