Flohmarkt : An 200 Ständen wurde gefeilscht

Albrecht Ballweg aus Kiel war auf der Suche nach historischen Büchern und wurde fündig. Einmal im Monat geht er mit seiner Frau auf Flohmärkte.
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Albrecht Ballweg aus Kiel war auf der Suche nach historischen Büchern und wurde fündig. Einmal im Monat geht er mit seiner Frau auf Flohmärkte.

Groß-Flohmarkt auf dem Holstenhallen-Gelände / Wegen der Sturmwarnung blieben wohl einige Händler zu Hause

shz.de von
27. Juli 2015, 07:00 Uhr

neumünster | „Der Flohmarkt an den Holstenhallen ist einer der besten im Norden“, sagte Dieter Groneberg, Chef von Nordflohmarkt, am gestrigen Sonntag auf dem Freigelände hinter den Hallen. Er hob die zentrale Lage der Stadt, das Gelände mit den Straßen und die zahlreichen Parkplätze hervor. Doch gestern kam der Markt ausnahmsweise erst langsam in Gange. Die Marktbeschicker kamen „nicht so wie erwartet. Einige wurden wohl durch die Sturmwarnungen abgehalten“, vermutete Groneberg.

Doch gegen 10 Uhr waren zwei Drittel der Gesamtfläche mit ungefähr 200 Ausstellern belegt. Auch an Besuchern mangelte es nicht. „Jetzt geht es erst richtig los“, freute sich Groneberg. An manchen Ständen, insbesondere mit Bekleidung, gab es ordentliches Gedränge. Ganze Familien waren mit Kind und Hund zum Schauen, Kaufen und Flanieren auf dem Gelände. Bei den Händlern stieg mit zunehmendem Sonnenschein auch die Verkaufsstimmung. Trotzdem hatten gegen 10 Uhr einige noch nichts verkauft. Andere hingegen waren „ganz zufrieden“, wie sie sagten.

Torsten Beermann aus Hamburg suchte Schmuck und Uhren. „Die will ich dann auf einem eigenen Flohmarktstand weiterverkaufen“, erklärte er.

An den Ständen war der typische Flohmarkt-Mix zu finden. Alles das, was in Speichern, Kellern und Schuppen gesichtet und möglich für den Verkauf eingestuft wurde, war dabei. Wie üblich sehr stark vertreten waren Bekleidung, Spielwaren, CDs und DVDs sowie Bücher. Aber auch ganz Exotisches fanden die Besucher: türkische Tanzkleider, antike Möbel, afrikanische Schnitzerei, fast lebensgroße Kunstpuppen, Porzellan und Kristall oder Militaria – vom Säbel über Orden bis zur Gasmaske.

Interessant war auch ein Blick auf die Kfz-Kennzeichen auf den Parkplätzen: Autos von Hamburg bis Flensburg, von Berlin bis Oldenburg, inklusive Besuchern aus Dänemark, Ungarn und Großbritannien standen dort neben den vielen Einheimischen. 



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