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Kreuzung am Gewerbepark : Ampelrüpel und Raser am Eichhof

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Autofahrerin Doris Steffen (49) aus Einfeld klagt über gefährliche Situationen auf der Autobahnbrücke Nord / Polizei prüft die Lage an der Kreuzung

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 11:00 Uhr

Neumünster | Den Unfall am vergangenen Freitag, bei dem ein 54-jähriger Autofahrer bei einem Zusammenstoß auf dem Autobahnzubringer Höhe Neumünster-Nord lebensgefährlich verletzt wurde, hat Doris Steffen aus Einfeld kommen sehen. „Seit der Freigabe des Eichhofs fahre ich von dort aus nach links Richtung Nortorf. Das ist eine sehr gefährliche Kreuzung. Ich habe meiner Familie und Kollegen gleich gesagt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis dort ein schrecklicher Unfall passiert“, sagt die Einfelderin. Sie behielt leider recht – und auf Nachfrage bestätigte die Polizei jetzt, dass der Autofahrer inzwischen seinen Verletzungen erlag.

Seit 17 Jahren fährt Doris Steffen von Neumünster nach Nortorf – die 49-Jährige arbeitet im Computer-Vertrieb. Sie kennt die Verkehrsverhältnisse gut. „Die Lage dort ist durch die neue Ampel und die Unübersichtlichkeit eine Katastrophe.“ Sie fährt von der Alten Rendsburger über die neue Straße im Gewerbegebiet Eichhof bis zur Kreuzung. „Da biege ich nach links Richtung Nortorf.“ Dort stand der Unfallfahrer auch, er wollte nur nach rechts Richtung Neumünster. „Mir ist es schon mehrere Male passiert, dass ich bei grüner Ampel in die Kreuzung reinfuhr und die Autofahrer aus Richtung Nortorf hielten trotz ihrer roten Ampel nicht an“, sagt Doris Steffen. Das kann auch ein „Fehlblick“ sein: Denn in Richtung Neumünster schaltet die erste Ampel auf Grün, die zweite Ampel in Höhe Eichhof-Zufahrt geradeaus nach Neumünster auf Rot. Die Linksabbiegerspur Richtung Kiel zeigt aber Grün. Autofahrer, die nicht aufmerksam hinschauen, könnten meinen, sie hätten freie Fahrt.

Doris Steffen moniert auch das zu schnelle Fahren über die Kreuzung: In beiden Richtungen „wird über die Autobahnbrücke gebrettert, als ob es keinen Morgen mehr, keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer und keine Ampel gäbe“, schimpft sie. Die Auto- und auch die Lkw-Fahrer würden so heizen, um ja nicht bei Rot halten zu müssen, vermutet sie. Sie fragt sich: „Es hätte auf der Brücke gleich eine Blitzersäule installiert werden sollen. Kontrolliert die Polizei da nicht?“

Für die Polizei ist die Kreuzung noch kein auffälliger Unfallpunkt – weil sie so neu ist. Ein Mitarbeiter des Sachgebiets Verkehrsangelegenheiten habe mitgeteilt, dass hier bisher nur dieser eine schwere Unfall aktenkundig sei, so Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Es seien auch keine Beschwerden, Hinweise über Unregelmäßigkeiten bei der Beachtung der Ampel mitgeteilt worden. „Doch die Unfallstelle wird nach diesem tragischen Fall polizeilich besonders betrachtet. Der Verkehrsfluss wird beobachtet und insbesondere die Ampelschaltung und die Dauer der Ampelphasen werden geprüft.“

Doris Steffen hat ihre Konsequenzen gezogen: Ich fahre jetzt wieder über die Alte Rendsburger und Krogaspe nach Nortorf.“ Ihre Sorge: „Was passiert, wenn das Gewerbegebiet startet und entsprechender Verkehr kommt?“

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