zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 11:00 Uhr

Bordesholm : Am See wird ein neuer Kiosk gebaut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach langem Ringen entschloss sich die Mehrheit der Bordesholmer Gemeindevertreter für einen Neubau, der 305 000 Euro kosten darf.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Der im November 2012 abgebrannte Seekiosk am Bordesholmer See soll wieder aufgebaut werden. Dafür stimmten auf der Gemeindevertretersitzung am Dienstag im Rathaus 13 von 18 Ortspolitikern.

Die absolute Höchstgrenze der Investitionen wurde auf 305 000 Euro festgelegt. Wenn alles glatt läuft, soll das Vorhaben noch im Sommer fertiggestellt sein. Der Abstimmung ging eine muntere Aussprache voraus, in der die Fraktionsvorsitzenden noch einmal bekräftigten, warum sie für oder gegen die Planungen des Architekten Eckhart Wundram aus Bordesholm stimmen werden. Dabei standen die Baukosten im Mittelpunkt. Das Thema wurde bereits seit langem diskutiert und ein Beschluss immer wieder verschoben. Anfangs ging man VON Kosten in Höhe von 342 000 Euro aus. Amtsdirektor Heinrich Lembrecht erinnerte daran, dass man das Vorhaben so umsetzen wolle, dass es eines anerkannten Naherholungsortes würdig sei.

Um die Kosten senken zu können, wurden zum Beispiel die Räumlichkeiten für die Badeaufsicht und der Lagerraum verkleinert. Auch wird es nur noch einen Umkleideraum für Frauen und Männer geben. Ronald Büssow (SPD) sprach von einem längeren Prozess mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Jörg-Roger Peters (CDU) verhehlte nicht, dass mit Blick auf die Kosten zwar Bauchschmerzen bei den Christdemokraten eingetreten seien, sie aber zustimmen werden, wenn das avisierte Volumen festgeschrieben ist. Ursula Werner-Schulz-Ehlbeck (Grüne) erachtete das Projekt grundsätzlich für zustimmungsfähig. Sie kritisierte jedoch unter anderem, dass anfangs kein schlüssiges Konzept auf dem Tisch gelegen habe und die Entscheidungsfindung unter Zeitdruck gestanden habe. Helmut Berger (FDP) sagte Nein, weil seiner Meinung nach an der Wirtschaftlichkeit vorbei geplant werde. Einen Kostenaufwand von rund 250 000 Euro hätte der Liberale mitgetragen. Hubert Hepp von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Bordesholm (UWB) kritisierte ebenfalls den Zeitdruck, unter dem die Ortspolitiker standen. Er stellte den Antrag, die vorliegende Planung abzulehnen und die Errichtung eines Hauses „Stein auf Stein“ zu prüfen, statt grünes Licht für einen Holzbau zu geben. Die große Mehrheit sprach sich gegen seinen Antrag aus.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen