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Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 22:38 Uhr

Bauausschuss : Am Hünengrab wird nicht gebaut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bauausschuss lehnt die Varianten der Bauverwaltung zur Kompletterneuerung der Wohnstraße in Gadeland ab

Neumünster | Die Pläne für den Ausbau der Straße Am Hünengrab in Gadeland liegen jetzt erstmal auf Eis. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss lehnte am Donnerstag die Vorlage, in der die Verwaltung verschiedene Varianten und die Kosten vorstellt, mit sieben Nein-Stimmen bei vier Enthaltungen rundweg ab.

„Die Anlieger sind nicht gegen eine Kostenbeteiligung, aber für eine günstigere Lösung“, sagte Dr. Wolfgang Stein (FDP). Ihm fehle der preisgünstigen Gegenentwurf. Bau-Fachdienstleiter Ralf-Joseph Schnittker konterte, dass die Verwaltung von vornherein richtig gerechnet habe und bestimmte Varianten, etwa die mit einem beidseitigen Gehweg, aus fachlicher Sicht nicht empfehlen könne.

Franka Dannheiser (SPD) ging die Bauverwaltung hart an und stellte sich auf die Seite der Anlieger. Die vom Technischen Betriebszentrum ausgeführten Kleinreparaturen könne sie nicht als Straßenunterhaltung werten. „Die Stadt hat sich jahrelang vor der Sanierung der Straße gedrückt, und die Bürger sollen jetzt zahlen“, so Dannheiser. Der Altbelag der Straße sei auch nach 60 Jahren noch hervorragend. „Sanierungsbedürftig ist die Straße nur dort, wo mangelhaft am Kanal gebaut wurde“, sagte Dannheiser: „Die Stadt ist ihrer Straßenunterhaltungspflicht nicht nachgekommen.“

Dem widersprach Bau-Fachdienstleiter Ralf-Joseph Schnittker. „Das Rechtsamt der Stadt sagt: Wenn eine Straße so alt ist, ist davon auszugehen, dass sie unterhalten wurde“, so Schnittker. Im Übrigen sei der Zustand der Straße schon 1997 als schlecht beschrieben worden.

Für die kritischen Anlieger, die eine Reparatur und keine Komplett-Erneuerung ihrer Straße wollen, ist das Votum des Bauausschusses ein Schlag ins Gesicht. „Die Ohrfeige hat sich die Verwaltung redlich verdient“, sagte Anliegersprecher Joachim Polzin gestern zum Courier.

Die Konsequenzen des ablehnenden Beschlusses im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss dürften die Anlieger aber nicht zufrieden stellen. „Es gibt keinen Beschluss. Damit darf jetzt nicht gebaut werden“, sagte Ralf-Joseph Schnittker gestern auf Nachfrage. „Der Ausschuss ist der Souverän und war die letztlich entscheidende Stelle“, so Schnittker: „Ich werde keine neue Vorlage einbringen.“

Auswirkungen auf die Kanalbauarbeiten in der Norderstraße hat das alles nicht. „Es handelt sich hier um eine ganz einfache Erneuerung“, so Schnittker.

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erstellt am 25.Okt.2014 | 07:00 Uhr

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