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„Neumünster wedelt“ : Am Ende kam es auf die Schönheit an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

17 000 Besucher kamen am Wochenende zur Messe „Neumünster wedelt“. 600 Aussteller präsentieren sich in den Holstenhallen.

Neumünster | Da staunten selbst die Veranstalter von „Neumünster wedelt“ nicht schlecht. Denn so einen Ansturm hatte wegen des heißen Wetters niemand erwartet. 17 000 Besucher kamen am Sonnabend und Sonntag zur Messe rund um den Hund in die Holstenhallen. Den Rückgang um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr führen die Veranstalter auf das gute Wetter zurück.

„Wir haben 2224 gemeldete Hunde, die um den Titel ‚Bester Hund der Ausstellung‘ kämpfen. In der Spezialausstellung sind noch mal 250 Hunde gemeldet und dazu je 200 Starter-Hunde beim Agility- und beim Rallye-Obedience-Turnier“, sagte Ausstellungsleiterin Dr. Doris Milkert, Vorsitzende des veranstaltenden Landesverbandes des Verbands für das Deutsche Hundewesen. Die gemeldeten Hunde sind aus 255 verschiedenen Rassen und Varietäten (Farbmixe innerhalb einer Rasse). „Insgesamt haben wir 200 weniger gemeldete Hunde als 2015. Wir bewegen uns damit auf dem Niveau von 2014. Solche Schwankungen sind ganz normal.“

600 Aussteller präsentierten sich auf der Messe, darunter allein 190 Aussteller aus ganz Skandinavien. „Ebenso kommt jedes Jahr ein großer Teil der Besucher aus den tiefsten Ecken Skandinaviens nach Neumünster, um einzukaufen, weil die Preise hier sehr attraktiv sind“, berichtete Doris Milkert. Überhaupt nahmen viele Besucher weite Wege in Kauf. Die Autokennzeichen verrieten es: Alle Bundesländer und europäischen Nachbarländer waren vertreten.

Nach der Eröffnung durch Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger am Sonnabendmorgen präsentierten viele Vereine ihre Hunde im Ring. Es fanden zahlreiche Vorführungen statt – unter anderem von Rettungshunden.

Um den Titel „Bester Hund der Ausstellung“ kämpfte auch Heidi Heuck aus Brokstedt mit ihrem Scottish-Terrier „Hope“. Kurz vor der Präsentation vor dem schwedischen Ringrichter Svante Fisk war sie sehr aufgeregt. „Es kommt in erster Linie auf die Schönheit an. Ausstellungshunde werden regelmäßig getrimmt, damit sie schön aussehen“, verriet sie. Dann achten die Richter auf typische Rasse-Charakteristika. Jeweilige Rassestandards seien im Herkunftsland eines Hundes festgelegt, berichtete sie.

Zum überwiegenden Teil waren es Damen, die ihre Hunde zur Schau stellten. Es wurde überall noch mal gekämmt, eingecremt und gestutzt. Vor dem Richter half Frauchen nach, damit die Haltung stimmt und (je nach Rasse) die Rute des Hundes aufrecht nach oben zeigt. Ein Großteil der Besucher brachte eigene Hunde mit zur Messe. Zum wiederholten Mal war Anja Bindzus aus Schwarzenbek dabei. Mitgebracht hatte sie ihren zehn Monate alten Whippet „Boreas“, der die Anprobe geduldig über sich ergehen ließ. „Die Messe ist jedes Jahr toll. Ich möchte die vielen Shows sehen, aber bin natürlich auch zum Einkaufen hergefahren“, erzählte sie.

Großes Thema war am Wochenende natürlich die Hitze. „Wir haben uns darauf vorbereitet, dass wir auf dem gesamten Gelände Wasserstellen eingerichtet haben“, erzählte die Ausstellungsleiterin. Eine Schande: Manche Besucher ließen bei Temperaturen um die 30 Grad im Schatten ihre Hunde im verschlossenen Auto. „Wir kontrollieren die Parkplätze. Stellen wir einen Hund in einem Auto fest, lassen wir den Halter ausrufen. Kommt er nach einer gewissen Zeit nicht zu seinem Auto, holen wir die Polizei dazu“, sagte Doris Milkert. Insgesamt zwölf Halter mussten am Wochenende ausgerufen werden – nicht alle zeigten sich einsichtig.

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erstellt am 06.Jun.2016 | 11:00 Uhr

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