Verkehr in Neumünster : Am Bahnhof wird alles umgemodelt

Die Grafik zeigt die künftige Verkehrsführung am Bahnhof: Vom Kuhberg aus geht es nicht mehr direkt zur Rendsburger Straße. Am Konrad-Adenauer-Platz ist Schluss, die Geradeausfahrspur wird – vorerst durch Hindernisse – stillgelegt, man kann nur noch nach links abbiegen. Die empfohlene und schnellere Route führt aber über die Kieler Straße (nicht im Bild) und Johannisstraße (oben), in der die Einbahnrichtung gedreht wird. Die bisherige Linksabbiegerspur der Rendsburger Straße wird zur zweiten Geradeausspur.
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Die Grafik zeigt die künftige Verkehrsführung am Bahnhof: Vom Kuhberg aus geht es nicht mehr direkt zur Rendsburger Straße. Am Konrad-Adenauer-Platz ist Schluss, die Geradeausfahrspur wird – vorerst durch Hindernisse – stillgelegt, man kann nur noch nach links abbiegen. Die empfohlene und schnellere Route führt aber über die Kieler Straße (nicht im Bild) und Johannisstraße (oben), in der die Einbahnrichtung gedreht wird. Die bisherige Linksabbiegerspur der Rendsburger Straße wird zur zweiten Geradeausspur.

Neumünster macht die Straßen fit für das neue Einkaufszentrum in der Innenstadt: Künftig geht es vom Kuhberg aus bald nur noch mit einem Schlenker stadtauswärts. Die Einbahnrichtung der Johannisstraße wird umgekehrt.

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16. Juli 2014, 05:00 Uhr

Neumünster | Autofahrer müssen sich am Bahnhof auf eine ganz neue Verkehrsführung einstellen. Erstes Anzeichen ist der Umbau der Einmündung der Rendsburger Straße in die Johannisstraße. Die Kurve wird hier deutlich flacher gestaltet.

Ab Mittwoch, 23. Juli, geht es dann richtig los mit den Arbeiten. Stadteinwärts wird die rechte Spur der Rendsburger Straße hinter der Bahnunterführung gesperrt, da vor dem Bahnhof der Bordstein, Radweg und die Ampel angepasst werden. Sie rücken etwas näher an das Bahnhofsgebäude heran. Die bisherige Linksabbiegerspur in die Johannisstraße muss auch den Geradeausverkehr aufnehmen. Die Ampel wird neu geschaltet, der Verkehr kurz davor auf die linke Spur geleitet.

Gravierend und dauerhaft wird die Veränderung in der Gegenrichtung. Für vom Kuhberg kommende Autos wird die bisherige Geradeausspur zur Rendsburger Straße am Konrad-Adenauer-Platz gesperrt. Der Verkehr muss links herum eine Runde um den Adenauer-Platz drehen. Der künftig freie Platz zwischen der Mittelinsel mit den fünf Bäumen und der Straßenfront mit den Arkaden auf der Sparkassenseite wird erst im kommenden Jahr gestaltet.

Kleinere Umbauarbeiten wird es auch an der Mittelinsel beim Fußgängerüberweg geben: Hier wird der Bordstein angepasst. Gleiches passiert am Anfang der Kieler Straße. Hier wird der Bordstein abgesenkt und der jetzt noch eher diagonal verlaufende Fußgängerüberweg „begradigt“.

Die Umbauarbeiten sollen nach zwei Wochen voraussichtlich am 6. August abgeschlossen sein. Und dann wird auch klar, was die Abflachung der Einmündung von Rendsburger Straße in die Johannisstraße soll: Die Einbahnregel in der Johannisstraße wird am 6. August umgekehrt. Der Umbau schafft Platz, damit auch Lkw und Busse gefahrlos um die Ecke kommen. „Wer künftig nach dem Umbau vom Kuhberg aus stadtauswärts Richtung Holstenhalle will, soll über die Kieler Straße und die Johannisstraße fahren“, erläuterte Jörg Schulz von der Bauverwaltung der Stadt. Theoretisch ist dann zwar immer noch der Weg über den Konrad-Adenauer-Platz möglich. Aber das macht nach Ansicht der Stadtplaner wenig Sinn und ist von ihnen auch nicht gewollt. „Unsere Simulation ergab, dass der Weg über den Adenauer-Platz länger dauert. Über die Kieler Straße und die Johannisstraße kommt man mit einer grünen Welle schneller ans Ziel“, sagte Verkehrsplaner Michael Köwer.

Mit Umkehrung der Einbahnrichtung in der Johannisstraße wird auch die bisherige Linksabbiegerspur von der Rendsburger Straße aus überflüssig. Sie wird zur zweiten Geradeausspur Richtung Innenstadt. „Auf dem Konrad-Adenauer-Platz selbst ist zurzeit noch nichts geplant“, sagte Jörg Schulz.

Mit den Maßnahmen werde die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes verbessert, um die Verkehrsbehinderungen zu reduzieren und das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen im Zuge des Baus und Betriebs des Einkaufszentrums Holsten-Galerie abwickeln zu können, heißt es in einer Anliegerinformation der Stadt.

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